​Wie du den Weg zu deinen Träumen findest

Lebe deinen Traum!

Traum, Kämpfen

Diese Woche habe ich in der Zeitung einen Artikel gelesen über einen jungen Mann, der sich früh getraut hat, sein Leben selbstbestimmt zu leben. Ich weiß nicht mehr über ihn, als in der Zeitung steht – aber, was da steht, finde ich beeindruckend.

Lukas hat trotz aller Bedenken seiner Eltern und seines Umfeldes seinen Traum verwirklicht. Und, das schon mit 18 Jahren. Heute mit 25 Jahren steht er genau da, wo er hinwollte. Das soll ihm mal einer nachmachen.

Ich werde dieses Jahr 40 Jahre und ich habe schon oft den Job gewechselt und meinen beruflichenPlatz noch nicht so wirklich gefunden. Bist du da, wo du hinwolltest?  ​

Wer beeinflusst dich?

Der Weg den Lukas gegangen ist, war mit Sicherheit nicht leicht. Die Eltern waren dagegen, einige Freunde waren nicht begeistert. Lukas hat mit Sicherheit einige Enttäuschungen und Krisen durchgemacht.

Aber, er hat weiter gemacht. Und jetzt feiert er jedes Jahr seinen Geburtstag in einer Großraumdisko.

Wie viele Menschen lassen sich von ihrem Umfeld - vor allem ihren Eltern – bei der Berufswahl beeinflussen?  Wie viele Menschen gibt es wohl, die fünf Tage die Woche einer Tätigkeit nachgehen, die ihnen keinen Spaß macht? Oder die sie als sinnlos empfinden?

Nicht nur Eltern beeinflussen die Berufswahl, sondern auch die seltsamen Vorstellungen, die in der Gesellschaft vorhanden sind, von einem „vernünftigen“ Beruf. Oder einem Beruf, in dem angeblich gutes Geld verdient werden kann.

Vernunft gegen Glück

Kann man eigentlich die Vernunft über das Glück stellen? Solltest du dein Leben wirklich davon bestimmen lassen, was Statistiken sagen?

Danach müssen derzeit alle Ärzte oder Krankenpfleger werden, natürlich auch die Frauen. Ach so, dann lieber nur Ärztinnen, denn in der Pflege wird zwar überall Personal gesucht, aber schlecht bezahlt und bei dem Job solltest du besser keine Familie planen. Nein!

Was ich sagen möchte, ist, dass es doch egal ist, in welcher Branche gerade viel gesucht wird. Es ist egal, in welchem Berufsfeld gut bezahlt wird. Wenn es dir keinen Spaß macht, dann bist du auch nicht gut in der Sache. Und, aus Vernunft ist noch nie jemand glücklich in seinem Leben geworden. Ich kenne zumindest niemanden.

Krisen

Das Leben ist nicht einfach. Oder wie mein Mann gerne sagt: „Das Leben ist kein Ponyhof“.

Wenn du es genau betrachtest, besteht das Leben aus einer Aneinanderreihung von Krisen. Das klingt ganz schön negativ. Manche Menschen sehen das auch so negativ.

Aber, wenn du weißt, dass in jeder Krise eine Chance wohnt, dann ist das etwas Positives. Vom Grundsatz her sind Menschen faul und brauchen die Krise, um etwas in ihrem Leben zu verändern.

Ich sehe das bereits an meinen Kindern. Wenn sie übel gelaunt sind, nur schimpfen und motzen – es so richtig rauslassen und dann wollen sie etwas von mir … Tja, wenn jemand etwas von mir möchte – egal wer – erwarte ich Freundlichkeit.

Mein großer Sohn kann das schon ganz gut, sich entschuldigen und dann nett sein. Auch, wenn es manchmal nur für kurze Zeit ist. Er hat bereits gelernt, dass er nur mit Freundlichkeit weiterkommt. Motzen und schimpfen bringt ihn nicht weiter. Glaube mir, das war kein leichter Lernprozess für meinen Sohn - und mich.

Das Leben läuft nicht rund. Und, das ist menschlich. Ich kenne keinen Menschen, der immer alles erreicht hat, was er wollte – vor allem nicht sofort.

Ich habe eine Bekannte, die mir neulich erzählt hat, dass in ihrem Leben immer erst alles beim zweiten Anlauf klappt. Das stelle ich mir ganz schön heftig und frustrierend vor. Jeder von uns hat so etwas im Leben, dass total frustrierend ist.

Mit Sicherheit sind wir nicht auf der Welt, damit alles rund läuft. Niemand trifft immer die richtige Entscheidung.

Wie oft ärgere ich mich über mich selbst? Wie oft ärgerst du dich?

Naja, bei mir kommt es immer mal wieder vor, dass ich eine Entscheidung treffe, die ich im Nachhinein als nicht ganz so glücklich empfinde oder sogar bereueAber, es hilft nichts, passiert ist passiert.

Jumi Vogler empfiehlt an dieser Stelle die rote Nase aufzusetzen. Diesen Gedanken finde ich ganz fantastisch. Wieso ärgern wir uns so oft über uns selbst? Manchmal ist es doch besser über sich zu lachen.

Humor hilft

Warum fällt es so schwer über sich selbst zu lachen? Bist du schon mal auf die Idee gekommen dir eine rote Nase aufzusetzen und anderen damit zu begegnen?

Ein Freund von mir ist Clown. Im Auto hat er immer eine rote Nase. Drängelt ihn jemand auf der Autobahn, setzt er seine rote Nase auf und fährt gemütlich an die Seite. Er nimmt die Situation mit Humor. Er ärgert sich nicht über den Fahrer in seinem Rückspiegel, sondern nimmt den Humor und schon ist alles leichter.

Humor ist total intelligent. Denn ärgern sorgt nur dafür, dass dir mehr graue Haare wachsen und du unschöne Falten bekommst. Zudem kann dir Ärger den ganzen Tag versauen.

Das Leben ist viel zu kurz und viel zu schön, um sich ständig zu ärgern. Jeder von uns braucht eine rote Nase. Wenn dir mal wieder ein Glas umfällt und du etwas verschüttest, setz die rote Nase auf – besser, als die bösen Stirnfalten.

Irrglaube über das Glück

Warum glauben wir, dass glückliche Menschen nicht erfolgreich sind? Keine Ahnung, ob das nur ein deutscher Irrglaube ist oder ein internationaler … Ich kann mir manchmal nicht vorstellen, dass Manager, die mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten, zufrieden sind in ihrem Leben.

Meine Freundin arbeitet in einem großen Unternehmen. Sie berichtet oft von frustrierten Managern, die etwas managen, wo eigentlich nichts zu managen ist. Hierarchien, die vorhanden sind, nur damit einige Menschen ein besseres Gehalt bekommen können. Und, von vielen Mitarbeitern, die ständig so tun müssen, als ob sie etwas zu tun haben. Denn, wenn es weniger Mitarbeiterinnen in der Abteilung gäbe, dann hätte der Chef keine Daseinsberechtigung mehr.

Wie absurd ist das denn? Aber sind diese Menschen glücklich?

Diese vielen Betriebswirtschaftsabsolventen, die das Berufsleben und noch vieles mehr organisieren wollen. Managen ist wohl die Heilsbringung des 21. Jahrhunderts. Seltsam, dass es so viele Startups und Handwerksunternehmen gibt, die laufen, ohne dass ein Betriebswirtschaftsabsolvent bei ihnen tätig ist.

Krieg in der Berufswelt

Das schlimme ist, dass sich dann auch noch bekriegt wird im Job. Da nicht jeder Job tatsächlich so sinnhaft ist, wie er auf den ersten Blick wirkt, muss etwas dafür getan werden, dass der Anschein gewahrt wird. Somit entstehen lauter kleine Kriegsschauplätze in den Firmen, die den Angestellten das Leben auf eine sinnlose Art und Weise schwer macht.

Unternehmensberater tragen oftmals dazu bei, dass dieses noch verschlimmert wird. Konkurrenz ist ein großes Thema in unserem Leben. Der Sinn und Zweck von Konkurrenz hat mich bis heute nicht erreicht.

Ich habe es bereits im Sportunterricht gehasst, mich mit anderen zu messen. Beim 100m Sprint habe ich mit meiner Sportlehrerin diskutiert, wozu ich mich auf einer solch kurzen Strecke so sehr verausgaben muss. Das Argument von ihr: um zu zeigen, dass ich besser bin als andere. Tja, das wollte ich nicht. Wozu?

Ich freue mich, wenn andere Menschen gut in einer Sache sind. Und ich freue mich, wenn ich etwas gut kann. Meiner Überzeugung nach ist es das Beste, was es gibt: Wir sind alle in unterschiedlichen Dingen gut und können uns so wunderbar ergänzen. Ich will gar nicht all das können, was andere können. Das würde meinen Horizont auch kolossal übersteigen.

Der Grundstein für die Konkurrenz wird bereits in der Schule gelegt. Unsere Gesellschaft scheint uns zu Konkurrenten erziehen zu wollen. Schade, wo doch in so vielen Stellenausschreibungen etwas von Teamfähigkeit steht. Die, wird oft nur auf dem Papier verlangt. An der Umsetzung scheitert es dann.

Selbstliebe ist der Weg

Leider führt unsere Unzufriedenheit mit uns selbst dazu, dass wir anderen nichts gönnen. Jumi Vogler hat ein wunderbares Buch geschrieben:

Sie meint, dass wir so mit anderen umgehen, wie wir mit uns selbst umgehen. Menschen hassen einander, sind neidisch und bekämpfen sich. Der Unfrieden, den wir mit anderen haben, ist der Unfrieden mit uns selbst.

Harte Worte! Aber, horch mal in dich hinein. Unrecht hat sie nicht damit.

Bist du mit dir selbst zufrieden? Liebst du dich selbst? Kannst du dir deine Fehler verzeihen? Akzeptierst du dich, genau so wie du bist?

Erwischt! Wenn du das nicht tust, kannst du es auch nicht bei anderen. Den Schmerz über sich selbst, bekämpfen Menschen mit dem Angriff auf andere. Wir lenken uns sozusagen von unserer eigenen Unzulänglichkeit ab.

Es ist einfacher die Fehler des anderen zu sehen, als an seinen eigenen Fehlern zu arbeiten. Nein! Du sollst gar nicht an deinen Fehlern arbeiten. Akzeptiere dich! Liebe dich, so wie du bist.

Ein erfülltes Leben

Allen Menschen auf der Welt ist ein erfülltes Leben zu wünschen. Fang bei dir selbst an.

Ja, Selbstliebe klingt fasst schon wie Selbstbefriedigung und das wird immer als so böse dargestellt – auch noch in unserer modernen Gesellschaft. Aber, beides tut gut. Wo Liebe ist, da ist Raum. Da können wir sein wie wir sind, da können sich Dinge verändern und dürfen es.

Liebe bedeutet sich annehmen – mit allen Macken und Fehlern.

Fang an nicht mehr gegen dich selbst zu kämpfen, sondern nimm dich so an, wie du bist. Das Leben wird dadurch leichter. Glaube mir. Und, wenn es mal gerade ganz blöd ist, dann tausch dein Stirnrunzeln und die grimmige Mine gegen die rote Nase:

​​​​​

Sei positiv!

Sonja & Ute​

Teile diesen Beitrag
Click Here to Leave a Comment Below 0 comments