Warum ist Vertrauen so wichtig?

Folge deinem Herzen …

Ich habe gerade das Buch von Uwe Birnstein „Margot Käßmann: Folge dem, was Dein Herz Dir rät“ gelesen. In einer Facebookgruppe gab es kürzlich eine Umfrage, welche Frau wir als Vorbild haben.

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Ich habe als erstes an Margot Käßmann gedacht. Dabei fiel mir ein, dass ich dieses Buch noch ungelesen im Regal stehen habe. Diese Frau hat mich schon immer beeindruckt. Auf mich hat sie eine herzliche und intelligente Ausstrahlung. Sie hat das Herz am rechten Fleck und sie lebt ihren Glauben.

Das Buch über sie ist toll geschrieben und lässt sich wunderbar lesen. Dabei ist sie nicht zu offenherzig, aber auch nicht zu verschlossen. Es ist die richtige Dosis von privaten Informationen und der Person aus dem öffentlichen Leben.

Ich habe schon vorher gedacht, dass Frau Käßmann eine beeindruckende Wirkung auf die Kirche hatte und durch sie der verstaubte Männerhaufen sich verändert hat. Beim Lesen ist mir klar geworden, wieviel sie für die Frauen in der evangelischen Kirche erreicht hat.

Eine nahbare Frau …

Dabei wirkt ihre Art von Glauben nicht abgehoben oder intellektuell, sondern ganz nahbar. Das finde ich sehr schön.

Ich finde es immer schwierig, wenn ein Pastor eine Predigt hält und ich habe das Gefühl, ich hätte selber Theologie studieren müssen, um es zu verstehen. Genauso schwierig finde ich andere Predigten bei denen ich den Eindruck habe, der Pastor weiß was aktuelle Themen sind, kennt auch die Bibelstellen gut, aber sein Glaube kommt nicht durch.

Ich muss bei einem Pastor das Gefühl bekommen, dass er in seinem täglichen Leben Gott ganz klar einbindet und mit ihm lebt. Ich gehe ja auch nicht zu einem Zahnarzt mit schlechten Zähnen.

8 Stunden Unglück

Frau Käßmann hat es mit Sicherheit in der Organisation Kirche nicht so leicht gehabt, aber sie ist immer als strahlende Frau aufgetreten. Und ich finde diesen Titel des Buches so wunderbar: „Folge dem, was Dein Herz dir rät“.

Ich denke, dass es so vielen Menschen schwer fällt, auf sich selbst zu  vertrauenihr Herz zu hören. Da sind oft so viele Stimmen, so viele Informationen um uns herum, dass das Herz oft gar nicht mehr berücksichtigt wird.

Wenn ich einen Job habe, der mich unglücklich macht, dann wird es garantiert nicht besser, wenn ich mir vom Kopf her die ganze Zeit sage: „Das bringt gutes Geld. Der Kontostand stimmt. Ich kann mir meinen Urlaub leisten.“ Wenn ich jeden Tag aufstehe und denke: „Jetzt muss ich schon wieder in diesen Laden. Schon wieder mit diesen Kollegen arbeiten, die ich alle ganz furchtbar finde.“

Wenn jeder Morgen mit der Überwindung beginnt zur Arbeit zu gehen … Da kann ich nur unglücklich werden.

Das Herz, das weiß recht gut, wo du dich wohlfühlst.

Und, auch wenn der Urlaub nicht in die Karibik oder ins Fünf-Sterne-Hotel geht … Vielleicht ist es mehr wert, wenn du jeden Tag aufstehen kannst und Freude an deiner Arbeit hast. Das sind täglich bis zu 8 Stunden mehr Freude im Leben -  nicht zu vergessen, die Zeit, die du dich sonst vorher oder hinterher über Kollegen oder die Arbeitssituation ärgerst.

Trau dich!

Ja, ich weiß: Tolle Arbeitsstellen und Arbeitgeber wachsen nicht auf Bäumen. Und: Woher sollst du vorher wissen, wo es gut ist?

Tja, das kannst du wohl gar nicht wissen, das musst du ausprobieren. In jedem Anfang wohnt eine Chance.

Aktuell haben wir die Situation, dass Arbeitnehmer weniger werden. Da sollte es doch die Chance geben, dass es auch irgendwo den richtigen Arbeitsort für dich gibt. Ich denke, dass Arbeitgeber zukünftig immer mehr umdenken müssen, um für Mitarbeiterzufriedenheit zu sorgen.

Und auch, wenn wir immer wieder von insolventen Unternehmen und Kündigungen hören, wird auch irgendwo ein anderer Arbeitgeber Menschen mit Potential suchen.

Wenn deine Arbeit wie eine Wurzelbehandlung ist, dann solltest du was ändern.

Ich rate dir jetzt an dieser Stelle nicht, dass du deine Stelle kündigst und dir dann erst Gedanken über eine Stelle machst. Du hast ja nichts zu verlieren, wenn du dich aus deiner sicheren Stelle heraus bewirbst, in der du unglücklich bist.

Ich finde diesen Gedanken, dass ich mehrere Stunden meines Tages mindestens 20 Tage im Monat über viele Jahre an einem Ort verbringe und mich nicht wohl fühle: GRAUSAM!

Das ist wie täglich Wurzelbehandlung beim Zahnarzt! Das gute beim Zahnarzt ist nur: Ich weiß, dass es irgendwann vorbei ist. Der Besuch beim Zahnarzt ist zeitlich begrenzt.

Deine berufliche Situation ist nur zeitlich begrenzt, wenn du einen befristeten Vertrag hast oder wenn du dich auf die Suche machst und dann selbst gehst. Dein Arbeitgeber wird wahrscheinlich nicht auf dich zukommen und sagen: „Frau Müller, ich sehe, sie sind unglücklich. Ich kündige Sie fristgerecht zum nächsten Quartal.“ Deine Arbeit wirst du wahrscheinlich trotz Unwohlsein gut machen, da du ja pflichtbewusst bist.

Aber, jetzt stell dir mal vor: Du bist 10 Jahre weiter und sitzt immer noch auf diesem Job. Wie geht es dir damit?

Die Wunderfrage

So, und jetzt nimmst du dein Herz zur Hand und fragst es, was es sich wünscht.

  • Wie soll deine ideale Stelle aussehen?
  • Was brauchst du, um bei deiner Arbeit normal atmen zu können?
  • Was brauchst du, damit du nicht ständig krank bist?
  • Was brauchst du, damit du dich weniger ärgerst?
  • Was brauchst du, um morgens aufstehen zu können und gerne zur Arbeit zu gehen?
  • Wie soll dein Alltag in 10 Jahren aussehen?

Stell dir mal vor, es geschieht ein Wunder: Eine gute Fee kommt und du kannst dir deinen Traumjob zusammenstellen.

Vertrauen hilft

Wäre das nicht schön, wenn du in 10 Jahren jeden Morgen entspannt aufstehst und dich auf deine Arbeit freust?  

Stelle dir mal vor wie schön das Leben sein könnte.

Margot Käßmann ist hier ein wunderbares Beispiel für. Sie hat im „Vertrauen auf Gottes Hilfe“ so manche Aufgabe angenommen, die sie sich vorher so nicht ausgemalt hatte.

Wenn ich bedenke, dass sie zu Beginn ihres Berufslebens noch nicht einmal eine Pfarrstelle bekommen hat, da sie verheiratet und Mutter war. Das Leben von Margot Käßmann zeigt deutlich, dass so einige Steine im Leben erklimmt werden wollen.

Das nötige Vertrauen in dich selbst und in Gott (oder welche Kraft auch immer dich antreibt) musst du mitbringen. Auch, wenn es auf den ersten Blick oft so wirkt, als ob andere Menschen ihr Leben mit Leichtigkeit meistern und ihnen alles in den Schoß fällt …

Wenn du genauer hinsiehst, wirst du feststellen jeder Mensch hat so seine Hürden zu nehmen. Das Leben ist nicht leicht. Wenn alles leicht wäre, dann wäre es auch langweilig.

Eine Niederlage ist im ersten Moment anstrengend und frustrierend. Mir hat es aber noch nie geholfen, wenn ich dann aufgegeben habe und mich meinem Unglück ergeben habe. Im Gegenteil, im Nachhinein betrachtet, haben mich so einige Niederlagen zu Erfolgen im Leben geführt. Das ist im ersten Moment nicht zu erkennen und braucht halt manchmal seine Zeit.

Vertrauen im Regenbogen

Vertrauen geben

Ein ganz wichtiger Faktor für ein erfolgreiches Leben ist: Vertrauen.

Es gibt dieses wunderbare Lied: Wo ein Mensch Vertrauen gibt, nicht nur an sich selber denkt, fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht. Lied

Vertraue dir selbst!

Das ist der erste Schritt, damit du dein Herz hören kannst. Schenk auch selbst Vertrauen. Denn wir Menschen sind Rudeltiere und gemeinsam können wir viel mehr erreichen.

Es gibt diesen alten Spruch aus dem Poesiealbum: „Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu anderer Glück, denn die Freude, die wir geben, kehrt ins eigene Herz zurück.“

Ich sehe und höre ganz häufig, dass Arbeitskollegen untereinander sich nicht Vertrauen, da kann Zusammenarbeit nicht gut funktionieren. Du musst mit deinen Kollegen nicht gleich „beste Freundinnen“ werden. Vertrauen in die Fähigkeiten deiner Kollegen ist mit Sicherheit für eine gute Zusammenarbeit hilfreich. Das was du von deinen Kolleginnen wahrscheinlich auch erwartest.

Ich finde es ganz fürchterlich, wenn jeder dem anderen die Butter auf dem Brot nicht gönnt und meint, dass er besser ist, als der andere.

Ich kann nicht alles leisten. Ich habe nur begrenztes Wissen und einen begrenzten Blickwinkel.

Das Wissen und die Perspektive der anderen bringen mich weiter. Andere Menschen erweitern meinen Horizont und das geht nur, wenn ich vertraue. Im Berufsleben geht es viel zu häufig um Konkurrenz und nicht um Miteinander. Das ist ganz furchtbar schade. Das ist bei einigen Arbeitgebern ein hausgemachtes Problem.

Mein Vorbild: Margot Käßmann

Ich nehme mir Margot Käßmann weiterhin zum Vorbild, denn sie hat an so vielen Stellen Vertrauen in die Kompetenz der Menschen um sie herum gehabt. Sie hat Vertrauen in sich selbst gehabt. Ihre Kraft hat sie aus ihrem Vertrauen in Gott genommen. Und trotz vieler Steine, die ihr in den Weg gelegt wurden, hat sie vertraut, dass alles gut wird.

Sei positiv und vertraue!

Sonja & Ute

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