3 Tipps zum Umgang mit Corona oder mit Krisen


Corona dominiert unser aller Leben. Egal, wo man hinkommt, es ist ein Thema.

Überall tragen die Menschen Masken. Überall sind Schilder, wie wir uns verhalten sollen.

Die Nachrichten sind voll davon. Man müsste schon Augen und Ohren verschließen, um es nicht mitzubekommen.

Aber, wie damit umgehen?

Ich habe gemerkt, dass diese unsägliche Veränderung von einen auf den anderen Tag sehr viel mit mir gemacht hat. Mein Leben ist ganz anders.

6 Monate habe ich keinen Artikel mehr geschrieben, da meine Zeit mit 3 Kindern, Homeschooling und Homeoffice gut gefüllt war. Mein gut organisierter Alltag war von heute auf morgen anders. Die Krise hat mich mitgerissen.

Liebe das Leben - sei positiv

Jetzt nach 6 Monaten habe ich das Gefühl es wird so langsam wieder normal. Ich bekomme mein Leben zurück und mein Leben wieder in den Griff. Aber das ist gar nicht so einfach. Denn die Pandemie ist immer noch präsent.

Und ich habe den Eindruck, dass es schwierig ist eine eigene Meinung dazu zu haben. Sobald eine Äußerung fällt, die gegen die Restriktionen geht, wird es unruhig. Manche Menschen werden sehr schnell aggressiv.

Bei mir entsteht der Eindruck, dass es nur noch ein Schwarz und Weiß gibt und die vielen Grauschattierungen dazwischen nicht gesehen werden.

Deshalb gibt es hier 3 Tipps zum Umgang mit der Situation:


1. Der Angst weniger Raum geben

Etwas nicht-greifbares, eine Art Phantom dominiert unser Leben. Es taucht aus dem Nichts auf und stellt die Welt von heute auf morgen auf den Kopf.

Was passiert? Die Angst macht sich breit.

Das ist vollkommen normal. Das ist richtig und gut.

Aber, wie bei allen anderen Ängsten auch: Wir müssen lernen damit umzugehen. Denn es ist da.

Manche Menschen haben Angst vor Spinnen. Ich auch. Wenn ich mein Hirn einschalte, dann weiß ich, dass diese Angst ein wenig unbegründet ist. Denn Hierzulande gibt es keine Spinne, die mir gefährlich werden kann. Meistens werde ich den Spinnen eher gefährlich. Bisher habe ich den Kampf immer gewonnen.

Es gibt viele Ängste. Es gibt viele Methoden diese zu behandeln.

Ein Hypochonda hat immer Angst vor Krankheiten. Doch jetzt sind es Millionen von Menschen, die Angst vor einem Virus haben.

Um es mal überspitzt zu formulieren: Momentan kann man nur an Corona sterben. Alles andere gibt es nicht mehr.

Es wird kaum noch über Menschen geredet, die an Krebs leiden oder eine andere lebensbedrohliche Krankheit haben. Auf einmal wird das ganze System nur noch auf ein Virus ausgerichtet. Die Angst ist überall.

Aber, es ist nicht nur die Angst vor dem Virus. Es ist auch die Angst etwas falsch zu machen und hinterher Schuld zu sein. Schuld daran sein zu können, dass sich jemand angesteckt hat und schwer krank ist oder sogar stirbt.

Ich habe den Eindruck, dass es viele Menschen gibt, die nicht nur an sich denken, sondern vor allem an ihr Umfeld.

Die WHO gibt den Tipp, wenn man Stress hat: Innehalten. Durchatmen. Nachdenken.

Genau. Mach dir bewusst, was dir Angst macht. Allein diese Frage zu beantworten, kann helfen dir klar zu werden, was du brauchst. Gib dem Phantom ein Gesicht und schau es dir genauer an.

Ich habe mit Sicherheit in meinem Leben schon viele Menschen mit einer Erkältung angesteckt. Aber, ich habe es noch nie bewusst gemacht. Gut, ist doch, dass jetzt mehr Menschen nicht mehr mit einem Schnupfen zur Arbeit gehen, sondern sich zu Hause ausruhen.

Also, stell dir die Frage: Was macht dir tatsächlich Angst? Das Virus an sich und die Befürchtung es zu bekommen? Oder ist es eher die Angst, du könntest es nicht merken, dass du es hast und steckst jemand anderen an?


2. Hinterfragen und informieren, aber nicht konsumieren

Und jetzt komme ich zu dem Punkt, den ich ganz zentral finde: Ich bin nicht schuld, wenn sich jemand anders durch mich ansteckt.

Ich gehe nicht bewusst mit dem Messer auf jemanden los. Ich lege kein Feuer. Ich trage eventuell ein kleines Virus in mir, das mir nichts macht, aber bei jemand anderen.

Ich achte die Vorschriften, genauso wie ich jede rote Ampel beachte. Es ist eine Regel. Ich bin so erzogen, dass ich die Konsequenzen der Nichtbeachtung eher meide.

Aber dennoch kann es sein, dass ich mich irgendwo befinde, wo jemand mit Corona ist. Weil ich ein Mensch bin: soziale Kontakte machen mein Leben schön.

Krankheiten gehören zum Risiko des Lebens.

Das war schon immer so, das wird auch immer so bleiben. Genauso wie ich Angst davor habe an Krebs zu erkranken und zu sterben, habe ich Angst an Corona zu erkranken und zu sterben. Ich habe Angst vorm Sterben.

Aber ich weiß, dass ich irgendwann sterben muss. Deshalb weiß ich auch, dass irgendetwas der Grund sein wird, warum ich sterbe. Aber nicht irgendjemand. Irgendjemand wird mir in meinem Sterben hoffentlich beistehen, meine Hand halten und mich trösten. Genau darum brauche ich soziale Kontakte. Und: ich möchte nicht jeden Tag Angst vor einer Krankheit haben. Ich möchte das Leben genießen.

Ein Bekannter von mir ist im letzten Jahr mit 42 Jahren an der Grippe gestorben. Soweit ich weiß, war er kerngesund. Ich frage mich, warum dieser Virus so stark gemacht wird. Warum wird die Angst so geschürt?

Für mich habe ich die Entscheidung getroffen, dass es mir hilft ab und an nachzulesen, was gerade so passiert. Aber ich möchte nicht mehr alles mitbekommen, was das Virus betrifft. Ich möchte informiert werden, aber ich möchte nicht konsumieren. Denn ich habe das Gefühl, dass die Angst wächst, wenn ich mir all die Dinge ansehe, die da in den Medien verbreitet werden.

Und, ich finde es wichtig, dass ich auch einmal kritisch hinterfrage.

Warum müssen die Kinder in der Schule jetzt alle Masken tragen? Aber im Schwimmunterricht findet körperliche Bewegung ohne Maske in einem geschlossen Raum statt? Was logisch erscheint oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Regeln zu befolgen ist das eine, aber sie immer sinnvoll zu finden das andere. Wie viele Ampeln kennst du, die sinnlos erscheinen?

Gestern hat mir jemand erzählt, dass die Bestatter gerade weniger zu tun haben. Die Menschen sind nicht mehr so viel unterwegs. Es gibt weniger Unfälle. In Krankenhäusern werden weniger Operationen durchgeführt. Es gibt weniger Tote nach Operationen.

Eine Bekannte arbeitet als Krankenschwester und ist in Kurzarbeit, da es aktuell nicht so viel zu tun gibt im Krankenhaus. Die Kliniken bereiten sich auf die Massen der Coronapatienten vor. Alle anderen Krankheiten rücken in den Hintergrund.


3. Tun, was gut tut

Wie gesagt, ich befolge die Regeln. Ich war schon lange nicht mehr auf einer Großveranstaltung, aber das war auch vorher nicht so mein Ding.

Die erste Zeit der Krise habe ich wie viele sämtliche sozialen Kontakte gemieden. Alle Kontakte außerhalb meiner Familie liefen über das Telefon oder soziale Medien. Ich bin gerne unter Menschen. Und ich brauche soziale Kontakte. Ich möchte das Leben genießen, denn ich weiß nicht, wann es zu Ende ist, ob mit oder ohne Corona.

Ich finde, bei all diesen Regeln sollten jede/r von uns genau überlegen wie weit er gehen kann. Wenn du große Angst vor dem Virus hast, dann ist es vielleicht nicht das Richtige, wenn du deine Freunde kurz umarmst bei der Begrüßung. Wenn du aber deine Freunde besonders gern hast und es dir gut tut, dich in den Arm zu nehmen, dann mach es. Wie kann ich denn jemanden trösten ohne in den Arm zu nehmen?

Insbesondere in dieser Zeit ist es wichtig seine eigenen Grenzen festzulegen. Aber nicht nur die Grenzen festzulegen, sondern sie auch zu kommunizieren.

Hast du klar, was du willst und kannst das formulieren, dann können alle anderen das akzeptieren. Das finde ich aktuell noch wichtiger als sowieso schon. Ich kenne viele Menschen, die sich immer unwohl gefühlt haben, wenn man bei der Begrüßung geknutscht oder nur umarmt wurde. Ich gehöre auch dazu.

Danke Corona, dass ich die Knutscherei meiner französischen Verwandtschaft nicht mehr ertragen muss. Wir werden eine Menge Krankheiten vermeiden indem wir uns nicht mehr die Hände schütteln oder bei der Begrüßung Fremde umarmen.

Aber, wenn ich mich so freue eine Freundin oder meine Mutter zu sehen, dass ich das Bedürfnis habe, sie zu umarmen, dann mache ich das.

Menschen sind soziale Wesen und brauchen Körperkontakt und wenn es manchmal nur ein Streicheln oder eine Umarmung ist. Die Vorstellung, dass meine Kinder das aufgrund der Pandemie nicht mehr so viel bekommen, finde ich schrecklich.

Was diese Krise mit unseren Kindern macht, werden wir in vielen Jahren erfahren. Unsere Gesellschaft ist ungemein im Wandel. Ich bin mir nur nicht sicher, ob dieser Wandel gut ist.

Angst sorgt oft für Aggression.

Kürzlich ist der Sohn schwer gestürzt und seine Freunde haben einen älteren Herrn um Hilfe gebeten. Er hat nicht geholfen, sondern gesagt: „Ich kenne das Balg nicht, wer weiß, was der hat.“ Und er hat sich entfernt. Ich hoffe, das war ein Einzelfall.

Welche Werte hast du? Welche Werte möchtest du weitergeben? Lass dir deine Werte und Moralvorstellung nicht durch ein Virus kaputt machen. Bleibe du selbst. Genieße dein Leben, denn du hast nur das eine.

Sei positiv.

Ich möchte hiermit zum Denken anregen. Ich möchte meine Meinung sagen, da wir in einer Demokratie leben. Jede/r hat das Recht seine Meinung zu äußern, so lange es nicht die Rechte anderer angreift. Ich bin weder strikt dagegen, noch total konform. Ich bin irgendwo dazwischen. Ich bin eine Graustufe, manchmal mehr schwarz und manchmal mehr weiß. Ich möchte das Denken nicht abgeben. Und ich wünsche mir ganz viele Menschen auf dieser Welt, die genau so denken: eigenständig.

Alle Angaben sind ohne Gewähr und sind meine eigene Meinung. Es sind keine Regeln,  Anweisungen oder wissenschaftlich fundierte Informationen, sondern Denkanstöße.

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