​Persönlichkeit?!

Was ist eigentlich Persönlichkeit?

Oder wer ist das?

Oder wie ist man das?

Persönlichkeit

Als ich Google dazu befragt habe, fand ich zuerst eine sehr psychologische Beschreibung von Spektrum und dann direkt Karrierebibel die leistungsorientierte Beschreibung. Das wunderbare Eisbergmodell: nur ein kleiner Teil ist wirklich zu sehen.

Ach ja … im Studium habe ich mich auch mit solchen Dingen befasst. Ich war überzeugt, dass es wichtig ist, hart an seiner Persönlichkeit zu arbeiten, um ein steile Karriere zu machen.

DU bist DU

Tja, und jetzt schaue ich mir meine drei Kinder an, habe vierzig Jahre meines Lebens bewältigt und denke: „Es ist so viel mehr und doch so viel weniger.“

Ja, genau, es ist viel weniger.

Ich habe den Eindruck in Zeiten der Medien neigen wir dazu zu viel aus etwas zu machen, aber nicht genau hinzuschauen. Wir sehen, dass, was da ist, aber schauen nicht dahinter. Wir beschäftigen uns so viel mit Verbesserung, Leistung, Potentialentfaltung, Karrieregestaltung, Weiterentwicklung, Fortschritt, … das wir vergessen zu sehen, was bereits da ist.

Meine Kinder machen mir das bewusst. Drei. Ich bändige drei kleine Individuen. Ja, und das ist mir wichtig sie so zu bezeichnen.

Jeder und jede für sich ist anders und dennoch sind sie sich sehr ähnlich. Während mein 7jähriger sich mal wieder in einer Phase der Persönlichkeitsfindung quält, ist meine 1jährige ganz klar in ihrer Persönlichkeit. Der mittlere wuselt in dem Zwischenraum sowohl als auch herum.

Sei offen für die Welt!

Schaue ich mir diese drei kleinen Wesen genau an, dann bin ich immer wieder erstaunt, wenn ich sehe, was sie alles bereits mitbringen, wie klar sie in mancherlei Hinsicht sind und wie offen sie für die Arbeit an ihrer Person sind. In meinen Augen ist es genau das, was Persönlichkeit ausmacht.

Stellen wir uns vor jeder Mensch ist ein Stein, dann ist er Stein, der gut zu bearbeiten ist. Dieser Stein lässt sich formen. Er kann auch mal eine Macke davon tragen, aber mit viel Arbeit lässt sie sich korrigieren.

Der Stein ist nie fertig, denn das Umfeld und die Anforderungen an ihn verändern sich ständig. Das ist bei einem Stein in der freien Natur auch so: Frühling, Sommer, Herbst und Winter beeinflussen ihn. Regen, Wind, Kälte und Sonne arbeiten an ihm und beeinflussen ihn auf unterschiedliche Weise.

Manchmal genießt der Stein die Kälte, dann freut er sich über die Sonne und ein anderes Mal über den Regen. Es kann aber auch ganz anders sein: er fürchtet sich vor dem Schnee, dem Wind und der glühenden Hitze. Dabei ist es immer wichtig wie die Situation gerade ist.

Liegt der Stein bei 40 Grad in der prallen Sonne, dann freut er sich über den Regen und ein Lüftchen. Ist es aber klirrend kalt und dann kommt auch noch Regen dazu … Ich glaube, du verstehst was ich meine.

Wir hören nie auf zu lernen

Deiner Persönlichkeit geht es nicht anders. Sie ist da! Der rohe unbehauene Stein ist einfach so in die Welt gekommen.

Die ersten Jahre wird er nur von außen bearbeitet und kann es kaum beeinflussen. In dieser Zeit ist er eher passiv. Aber relativ schnell fängt der Stein an seine Grenzen zu erkennen und sie auch zu setzen.

Der Stein ist nie fertig.

Egal, was wir Menschen tun und auch wie sehr wir behaupten, dass es anders ist: Wir lernen ständig dazu. Das Leben ist nie gleichbleibend. Bei keinem!

Jeder Mensch muss immer wieder etwas dazu lernen, etwas verändern und Kompromisse eingehen. Die Frage ist immer nur: Wie sehr lässt Du dich darauf ein? Bist Du dir darüber bewusst?

Leben ist Veränderung

Glaub mir, wenn du weißt, dass das Leben nicht monoton ist – egal, was du tust – dann ist es leichter.

Sei dir bewusst, dass deine Persönlichkeit nicht starr ist. Es geschieht so viel in deinem Leben – Gutes und Schlechtes. Du kannst gar nicht immer gleich bleiben. Dein Denken ändert sich durch deine Erfahrungen.

Mein Lebensmotto ist: „Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.“ (Oscar Wilde)

Dieser Spruch hat mich schon durch viele schwere Zeiten gebracht. Er hat mir geholfen darauf zu hoffen, dass es gut wird. Das Schöne am Leben ist ja, dass aus der Entfernung betrachtet die Geschehnisse des Lebens immer einen Sinn hatten.

Weil etwas so und so passiert ist, habe ich so und so reagiert und deshalb stehe ich jetzt genau hier. Ich weiß zwar nicht, wo ich stehen würde, wenn ich es anders gemacht hätte. Aber der Konjunktiv hilft in den meisten Situationen nur zu verzweifeln und nicht dabei das Leben zu genießen.

Dieses Lebensmotto findet sich wieder in dem Buch von Petra Hülsmann: „Wenns einfach `wär, würde es jeder machen.“ Ein gut zu lesender Roman, der über das Leben erzählt und wie es so passiert, während man Pläne schmiedet.

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Du hast dein Leben in der Hand

Ich finde die Tatsache, dass das Leben aus ständigem Lernen besteht fantastisch. Nicht nur, da ich beruflich in der Erwachsenenbildung tätig bin und davon lebe. Sondern auch, weil ich denke, dass es immer bedeutet, dass ich etwas ändern kann.

Es bedeutet für mich, dass ich mein Leben in der Hand habe. Ich muss nicht mit dem Leben, was in meiner Kindheit passiert ist und welche Basis gelegt wurde, sondern ich kann jederzeit dafür sorgen, dass mein Denken, meine Einstellung und mein Leben sich verändern.

Besonders merke ich das immer daran, dass es Menschen gibt, mit denen ich eine Zeit lang den Weg meines Lebens gehe. Aber, dann passt es nicht mehr. Freunde verändern sich und ich verändere mich. Manchmal entwickeln sich Menschen in die gleiche Richtung und manchmal in ganz unterschiedliche Richtungen.

Diese Tatsache ist auch gut zu wissen. Denn es ist gut, einer verlorenen Freundschaft nachzutrauern. Es ist aber genauso gut, zu akzeptieren, dass es nicht mehr miteinander passt. Vielleicht begegnet man sich später im Leben wieder und findet wieder zueinander. Vielleicht auch nicht. Aber dafür finden sich neue Freunde, die diesen Teil des Lebens besser begleiten können.

Jeder Mensch hat eine Basis

Teile der Persönlichkeit sind meines Erachtens Grundlage. Vielleicht ist der eine Mensch eher ein Rubin, der andere ein Ammonit und der nächste eine Tigerauge. Der Kern der Persönlichkeit ist irgendwie da.

Wahrscheinlich eine Mischung aus Gene, ersten Erfahrungen und Zufall. Ich weiß es nicht. Einige Menschen glauben an Sternzeichen, andere an die Gene und die nächsten an die Erfahrungen im Mutterleib.

Welche Theorie auch immer du verfolgst. Ich denke, dass jeder Mensch eine Art Basis mit sich bringt. Bestimmte Fähigkeiten, die einfach da sind. Oder eine besondere Begabung. Es gibt die Nachteulen und die frühen Vögel. Der eine ist eher der Denker, der andere der Macher. Manche Menschen sind gerne unter Menschen und andere Menschen weniger.

Aber jede Persönlichkeit hat eine Basis auf die sie aufbaut – einen Kern. Um diesen Kern herum bildet sich der Rest der Persönlichkeit. Es gibt somit bestimmte Charakterzüge, die bereits ganz früh erkennbar sind und die immer so bleiben werden. Das eine Kind ist eher still und zurückhaltend. Während das andere Kind jeden anspricht und immer laut ist.

Raus aus der Schublade!

Für mich ist es wichtig, genau das, auch anzuerkennen und zu würdigen. Wir können nicht 24 Kinder in eine Klasse packen und nach vier Jahren erwarten, dass sie alle dieselben Anforderungen erfüllen und die gleichen Leistungen erbringen können.

Nein, nicht alle Mädchen können Sprachen besser und die Jungs besser Mathe. Davon sollten wir uns endliche befreien. Aber, wir sollten akzeptieren, dass jedes Kind als Individuum angesehen werden muss. 

Das bedeutet in meinen Augen nicht, dass die Lehrer und Lehrerinnen in der Schule es sich besonders schwer machen müssen und jedes Kind individuell fördern müssen. Aber unser deutsches System ist definitiv überholt. Wenn wir alle in eine Schublade packen wollen, bringen wir viele Kinder dazu sich nicht frei entwickeln zu können. Dann stehen viele Menschen im Erwachsenenalter da und wissen gar nicht mehr, was ihre eigene Meinung ist. Denn das System Schule hat dafür gesorgt, dass diese nicht mehr geäußert werden darf.

Unsere Gesellschaft muss aufhören in Schubladen zu denken.

Unsere Gesellschaft muss aufhören zu sagen, wenn ein Kind 6 Jahre ist, dann muss es diese Dinge so können. So und nicht anders. Was für ein Mist! 

Ja genau: ich appelliere jetzt an das System. Wir müssen alle dahin kommen freier zu denken. Wir sollten das freie Denken zulassen. Systeme sind gut, aber sie sollten Leitplanken sein und Wege rechts und links zulassen. Wenn wir unsere Kinder unmündig machen, dann brauchen sie als Erwachsene alle Therapeuten.

Ich will Freiheit!

  • Wie frei bist du aufgewachsen?
  • Wieviel Freiheit gönnst du dir?
Mein Leben

Die Challenge zu deiner persönlichen Freiheit.

Freiheit ist nicht einfach. Menschen, die frei sind, haben es nicht unbedingt leichter im Leben.

Menschen die frei sind, sind zufriedener mit ihrem Leben.

Menschen die frei sind, bestimmen ihr Leben selbst.

Du kannst dir deine Freiheit jeder Zeit holen. Jeden Tag kannst DU die Entscheidung treffen, dass Du ab heute Dein Leben selbst in die Hand nimmst.

Mich nerven die Menschen, die über ihr Leben, ihre Arbeit, ihren Mann und ich weiß nicht was alles jammern, aber jeden Tag genau so handeln wie am Tag davor. Wenn du nichts änderst, dann darfst du auch nicht jammern.

Wenn DU Grund zum Jammern hast, dann ändere etwas! Nimm dein Leben in die Hand.

Stell dein Leben in Frage! Was liebst du an deinem Leben? Tust du jeden Tag etwas, dass du liebst?

Wie wäre es damit heute anzufangen?

Übrigens, darf man auch meckern, wenn man sein Leben selbst in der Hand hat. Denn es gibt Dinge, die können wir nur ändern, wenn es Leute gibt, die aufstehen und ihre Meinung äußern. Und manchmal wäre es schön, wenn es davon mehr Menschen gibt!

Sei positiv & sei du selbst!

Sonja und Ute


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