Denken und Lernen…

Gedächtnis Denken Lernen

….beeindruckende Prozesse!

Der Kopf ist schon ganz schön faszinierend.

Denken oder Lernen sind beeindruckende Prozesse.

Wir denken ungemein viel am Tag, aber vieles davon können wir nicht in Worte fassen, denn es ist ganz schnell verschwunden. Anderes hängt sich quasi auf und wir bleiben dran, es kommt immer wieder und beschäftigt uns.

  • Wieso?
  • Warum sind manche Gedanken da und gleich wieder weg?
  • Warum lassen uns andere Dinge nicht los, obwohl wir sie versuchen wegzuschieben?
  • Warum vergessen wir manche Dinge ganz schnell, obwohl wir uns vorgenommen haben, dass wir sie uns merken?
  • Warum merken wir uns Dinge, die wir für total unnütz halten?

Denken ist ein wahnsinnig spannender Prozess und was unser Kopf so am Tag leistet ist beeindruckend.

Wie das funktioniert erklärt Vera F. Birkenbihl auf anschauliche Art und Weise in ihrem Video „Wie funktioniert dein Kopf?“ Birkenbihl

Da Vinci Denken Lernen

Wie lernen wir?

  • Wieso sprechen ältere Menschen oft davon, dass sie das nicht mehr lernen können?
  • Und bei Kindern haben wir oft das Gefühl, dass sie Wissen aufsaugen können?
  • Lernen wir im Alter tatsächlich langsamer bzw. sind wir weniger aufnahmefähig?
  • Hat schnelles Lernen etwas mit dem Alter zu tun? Oder ist das Erziehungssache?
  • Redet uns die Gesellschaft ein, dass Lernen in jungen Jahren einfacher ist?

Ich selbst habe nicht das Gefühl, dass mir das Lernen schwerer fällt, umso älter ich werde. Ganz im Gegenteil ⇒ ich weiß immer besser, welche Themen mich interessieren und die kann ich mir auch leicht aneignen.

Während der Schulzeit sind mir viele Dinge eher schwer gefallen und ob ich ein Fach gut konnte oder nicht, hing auch oft damit zusammen, ob ich den Lehrer leiden konnte oder nicht. Ich habe in dieser Zeit nicht nur für mich gelernt, sondern für die Schule und wenn ich etwas nicht in meinen Kopf bekam, zeigte ich quasi dem Lehrer, dass ich ihn nicht leiden konnte.

Englisch ist mir in der Schule sehr schwer gefallen. Ich habe es dann auch nach der 11.Klasse abgewählt – das ging. Als ich nach dem Abitur in Irland war, habe ich nach wenigen Wochen vor Ort gut Englisch gesprochen – mir blieb nichts anderes übrig, denn ich wollte mich unterhalten.

Meine Motivation war eine ganz andere und ich habe für mich gelernt, da ich nicht immer auf andere angewiesen sein wollte.

⇒ Ist lernen also auch eine Frage meiner Einstellung?

⇒ Wenn ich mit einem positiven Gedanken daran gehe, fällt mir dann lernen leichter?

 

Wie lernen gelingt?

In ihrem Buch „Stroh im Kopf?“ beschreibt Vera F. Birkenbihl bereits im Vorwort, dass unser Hirn ein Leben lang leistungsfähig ist und bei regelmäßiger Nutzung oder Training dieses auch bleibt.

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Mit dem Gehirn ist es wie mit einem Muskel, wenn wir nicht mehr trainieren, dann erschlafft er. Und wir wissen alle, wie das ist, wenn wir das Sporttraining mal aussetzen und nach langer Zeit wieder anfangen – das ist mühsam.

Kinder (vor der Schulzeit) haben immer noch diese Leichtigkeit ihr Gehirn zu nutzen und einzusetzen, sie denken nicht darüber nach wieviel sie lernen oder das sie ihr Gehirn aktivieren. Erst in der Schule werden wir dann zu „Gehirn-Muffeln“ (Birkenbihl) erzogen.

Denn unser Schulsystem lässt uns Lernen als etwas Anstrengendes erscheinen – ohne, dass es das tatsächlich ist. Die Informationen werden uns hier halb-hirnig angeboten, nicht so, dass sie uns begeistern und anregen – ruhig sitzen, still sein, sich nicht mit seinem Nachbarn austauschen dürfen und nicht ständig Fragen stellen zu dürfen, behindern unseren Lernprozess.

Birkenbihl beschreibt unser Gehirn als eine Firma mit zwei Mitarbeitern, während der eine Mitarbeiter vollkommen überbelastet ist, ist der andere unterfordertbeide sind gestresst. Unser Großhirn ist in zwei Teile aufgeteilt, der linke Teil verarbeitet die Sprache (digital) während der rechte Teil für Bilder und Analogien (analog) zuständig ist.

Wenn wir also digitale Informationen mit Hilfe von Bildern lernen, dann können wir beide Hirnhälften nutzen und die Informationen besser verarbeiten – keiner unserer Mitarbeiter hätte mehr Stress, da beide in den Arbeitsprozess eingebunden sind.  Haben wir zu einem Begriff kein Bild in unserem Speicher, erscheint uns dieses als schwierig – schwierig bedeutet, dass wir Frustration empfinden. Umso mehr Frustration wir empfinden, umso schwieriger wird das Lernen für uns.

 

Wieso lernen wir?

Lernen ist ein ganz automatischer Prozess. Wir können es gar nicht vermeiden.

Es gibt einmal die Art des instinktiven Lernens, das lebensnotwendig ist. Hierunter fällt das Berühren der heißen Herdplatte. Nach einmal Verbrennen sollten wir gelernt haben, dass dieses unangenehme Folgen hat und wir machen es nicht wieder. Dieses instinktive Lernen ist für das Überleben notwendig, damit wir uns nicht in lebensgefährliche Situationen begeben.

Dann lernen wir automatisch, wenn wir unsere Umwelt wahrnehmen und uns Dinge erzählt werden, da unsere beiden Hirnhälften zusammen arbeiten und direkt Informationen, die durch eine Zusammenarbeit erstellt worden sind, in den Langzeitspeicher packen.

Der Satz ist jetzt ein wenig kompliziert. Das bedeutet, wenn ich Informationen bekomme, die so dargestellt werden, dass meine beiden Hirnhälften direkt Sprache und Bilder miteinander verbinden, dann wird es ordentlich abgespeichert und bleibt auch da. Das sind manchmal hat total unnütze Informationen.

Die dritte Form des Lernens ist das mühselige Lernen für die Schule oder für Unterricht, dass wir oft durch stetige Wiederholung versuchen in unser Hirn zu bekommen. Leider landet dieses nicht im Langzeitgedächtnis, sondern reicht in der Regel nur für die nächste Prüfung aus. Werden wir nach Jahren gefragt, können wir diese Dinge nicht mehr abrufen. Das Lernen in dieser Form ist nicht anregend, es hat nicht beide Hirnhälften aktiviert…

 

Mit Bildern lernt es sich leichter oder eine Übung nach Frau Birkenbihl

Hier kommt jetzt ein kleiner Selbstversuch und ich bin gespannt, ob du lernst wie in der Schule oder ob du schon gehirn-gerecht lernst. Deine Aufgabe ist es folgende Sätze auswendig zu lernen.

Dabei zählst du wie viele Wiederholungen du brauchst und wie lange du brauchst. Entweder stoppst du die Zeit oder du notierst dir kurz Start- und Endzeit.

Jetzt geht es los:

Ein Zweibein saß auf einem Dreibein und aß ein Einbein. Da kam ein Vierbein und nahm dem Zweibein das Einbein weg. Da nahm das Zweibein das Dreibein und schlug das Vierbein.

⇒ Kannst du es auswendig?

⇒ Wie oft hast du wiederholt?

⇒ Wie lange hast du dafür gebraucht?

Also ich habe so sechs Wiederholungen gebraucht und konnte den Satz gerade so wiedergeben. Auswendig lernen ist mir in der Schule schon immer schwer gefallen. Meistens brauchte ich es ja auch nur für den nächsten Schultag und jetzt muss ich nicht mehr viel auswendig lernen.

Wenn du den Text mit weniger als drei Wiederholungen gelernt hast, dann gratuliere ich, dann lernst du wahrscheinlich ohne es zu wissen oder vielleicht auch wissentlich bereits mit beiden Gehirnhälften.

Wenn du genauso lange oder ähnlich lange gebraucht hast, dann erkläre ich dir jetzt, was Frau Birkenbihl empfiehlt: mache dir ein Bild, damit du beide Gehirnhälften aktivierst.

Das Bild kann folgendermaßen aussehen:

Ein Zweibein (ein Mensch) sitzt auf einem Dreibein (ein Hocker) und isst ein Einbein (ein Hühnerbein). Da kommt ein Vierbein (ein Hund) und nimmt dem Zweibein (dem Mensch) das Einbein (das Hühnerbein) weg. Da schlägt das Zweibein (der Mensch) das Vierbein (den Hund) mit dem Dreibein (dem Hocker).

Ich bekomme den Satz nicht mehr aus meinem Kopf raus und bin total fasziniert. Es ist so einfach. Ich denke, dass bedarf einigen Trainings, dass ich diese Methode zukünftig anwende und mir immer wieder bewusst mache, aber es fühlt sich gut an so zu lernen.

Die Birkenbihlmethode ist insbesondere zum Sprachenlernen optimiert worden. Hierzu mehr in Sprachenlernen leichtgemacht,

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aber auch zum Lernen lernen hat Frau Birkenbihl das Buch „Trotzdem lernen“ herausgebracht.

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Aktive Hirnnutzung

Neugier ist wohl der wichtigste Punkt.

Diese müssen wir uns ein Leben lang bewahren, wenn wir die Neugier verlieren, dann hören wir auf zu lernen. Dann rostet unser Hirn so langsam ein.

Denn wenn wir den Kopf nicht beschäftigen, dann vergessen wir die Dinge. Nur, wenn wir unseren Kopf immer wieder aktivieren und die Schubladen mit unserem Wissen immer wieder öffnen, neue Schubladen mit Wissen befüllen, dann bleiben wir aktiv und vergessen nicht so viel.

Ich denke, dass ist vergleichbar mit dem Sport. Wenn wir immer sportlich sind, dann ist unser Körper beweglich und die Muskeln stark. Hören wir auf Sport zu treiben, dann werden die Muskeln schlaff und die Beweglichkeit nimmt ab.

Es geht hier nicht darum Leistungssport zu betreiben, sondern eine stetige Beweglichkeit zu behalten. Der großen Angst vor Alzheimer oder Demenz bzw. andere Erkrankungen, die unseren Kopf nicht mehr richtig funktionieren lassen, können wir vorbeugen. Frau Birkenbihl hat hierzu ein Anti-Alzheimer-Video Video indem sie empfiehlt, über das Leben zu reden.

Das bedeutet nichts anderes als Erinnerungen immer wieder hervor zu holen und zu aktivieren, dann bleibt der Kopf fit. In ihrem Video erklärt sie auch noch ein paar andere Spiele, die sehr nützlich sind, um den Kopf aktiv zu halten. Wer also mit älteren Menschen arbeitet oder seine Großeltern auf Trab halten möchte, der findet hier gute Anregungen.

Die Neugier ist wichtig um Interesse zu behalten und  Wissen aufbauen zu können. Alle Genies haben gemeinsam, dass sie sich ein Leben lang eine kindliche Neugier bewahrt haben.

Die stetigen Fragen im Kopf nach dem „Wieso?“ oder das Hinterfragen von Funktionen, Ereignissen und Gründen führen zum Ergründen und erhalten die Hirnaktivität.

Es gibt einige Menschen, die der Meinung sind, dass die Hirnleistung deutlich optimiert werden kann. Schnelllesetechniken, Techniken zu Merkfähigkeit oder Mindmapping sind nur einige Beispiele, um an der eigenen Hirnleistung zu arbeiten.

Ich habe mich in meinem Studium viel mit Lerntechniken beschäftigt und für mich das Mindmapping optimiert. Bis heute wende ich diese Technik an, wenn ich für einen Vortrag oder eine Prüfung lerne und komme damit gut zurecht.

Ich habe diese von Tony Buzan gelernt: Das Mind-Map- Buch: die besten Methoden zur Steigerung ihres geistigen Potentials.

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Da Vinci war ein Genie und hier bietet Maxim Mankevich an​:

Da Vinci Denken Lernen​​​

​dass auch du lernen kannst wie Da Vinci dein Wissen schnell und effizient zu erweitern.

Ich finde es spannend mich mit diesen Lernmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Nicht jede Technik ist für jedermann geeignet. Aber, wenn du es nicht ausprobierst, dann lernst du nie, wie du deine geistige Aktivität optimierst.

Und wenn du den Artikel schon bis hierhin gelesen hast, dann bist du auch nicht dumm, sondern neugierig und das ist die Grundlage für die Erweiterung deines Wissens.

Also, bleib dran und beschäftige deinen Kopf.

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