Frauen im Beruf

Narzisstische Persönlichkeitsstörung beim Chef

Gestern ereilte mich die Nachricht, dass meine Freundin einen Schlaganfall hatte. Wir haben seit Wochen das Thema, dass ihr Chef eine Katastrophe ist und die Situation kaum auszuhalten ist.

An ihrem Geburtstag vor wenigen Wochen, waren einige ihrer Kolleginnen anwesend und der narzisstische Chef beherrschte den Abend.

Ich finde es erschreckend zu hören, was sich manche Chefs so leisten, wie sie mit ihren Mitarbeiterinnen umgehen und wie die Reaktionen sind. Meistens stelle ich fest, sind die Reaktionen eher hilflos.

Svenja Hofert hat in ihrem Blog ganz passend beschrieben, wie sich ein narzisstischer Chef verhält und gibt auch ein paar Tipps zum Umgang: Karriereblog Svenja Hofert.

  • Warum lassen wir uns so viel von unserem Arbeitgeber gefallen?
  • Warum gehen wir hier keinen Konflikt ein?

Die Angst um den Jobverlust scheint die passende Antwort.

Obwohl wir in Deutschland einen überwiegenden Fachkräftemangel haben, bleiben Arbeitnehmerinnen in der Position der Bittsteller und bangen um ihre Anstellung, übernehmen deshalb ungemein viele Aufgaben und Überstunden.

Arbeitgeber hingegen sehen den Fachkräftemangel noch nicht so richtig und behandeln ihre Mitarbeiterinnen von oben herab, entmündigen sie im Denken und regieren von oben herab.

Das sich die Arbeitsbedingungen auch auf die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen auswirkt, zeigt diese Studie der Hans-Böckler-Stiftung: Studie Böckler Stiftung .

Frauen im Beruf

Was Erzieherinnen nicht sagen…

Ein gutes bzw. schlechtes Beispiel ist hier der Kindergarten meiner Söhne. Im letzten Kindergartenjahr herrschte ein absoluter Personalmangel – drei Mitarbeiterinnen waren innerhalb kurzer Zeit ausgefallen und es gab keinen adäquaten Ersatz. Stellenausschreibungen wurden nur intern und auf der eigenen Internetseite gemacht, die vakanten Stellen konnten nicht besetzt werden.

Die Mitarbeiterinnen versuchten ihre Arbeit so gut wie möglich zu machen, das war deutlich zu merken, aber diese Personallücke zu schließen, war unmöglich.

Die Krönung kam, als die Reinigungskräfte ausfielen und nun die Erzieherinnen in ihrer Arbeitszeit auch noch putzen sollten. Wenn ich nachmittags meine Jungs abholte, traf ich Erzieherinnen mit Staubsauger und Putzlappen an, während eine Erzieherin die Kinder betreute, die noch anwesend waren.

Die Unzufriedenheit der Mitarbeiterinnen war allen ins Gesicht geschrieben, dennoch haben sie die Reinigungsarbeiten erledigt.

Erzieherinnen sind schwer zu finden auf dem Arbeitsmarkt, aber das vorhandene Personal wird so behandelt?

Ich habe das Gefühl da hat ein Arbeitgeber noch nicht verstanden, welch seltenen Schatz er da in seinem Haus hat.

 

Fachkräftemangel auch im Kopf der Chefs?

Eine ähnliche Geschichte kann ich von Freundinnen erzählen, die in der Pflege arbeiten.

Lesen wir nicht derzeit jeden Tag in der Zeitung, dass in der Pflege ungemein viel Personal fehlt? Zum Pflegenotstand berichtet bspw. der Spiegel: Bericht Spiegel.

Meinen Arbeitgeber eigentlich, wenn schlechte Bezahlung und mieser Umgang zusammen kommen, dann reißen sich die Menschen um die Stellen? Ich glaube, hier müssen sich Arbeitgeber in Zukunft mehr umsehen…

Aber an den Arbeitgebern können wir nichts ändern- an uns können wir etwas ändern!

 

Mehr Mut: Es ist dein Leben!

Ich möchte dich mit diesem Artikel einladen zu mehr Mut bei der Arbeit auf deine Rechte zu pochen.

Ich möchte dich einladen mehr Mut zu haben, dafür zu sorgen, dass dir deine Arbeit Spaß macht.

Ich möchte dich hier einladen mehr Mut zu haben zu erkennen, dass du dich für den Arbeitgeber entschieden hast und du auch entscheidest, ob du bleibst.

Ich möchte dich dazu einladen, mehr Mut zu haben dein Leben zu leben.

Es ist dein Leben

Karte: Akzente, www.fine-art-panorama.com

 

Hör auf zu ertragen, ändere etwas!

Es gibt Chefs, die können sich alles erlauben.

In vielen Bereichen ist es selbstverständlich, dass Überstunden geleistet werden. (Ich möchte an dieser Stelle nicht diskutieren, was Überstunden oder Mehrstunden sind, rechtlich spielt das eine Rolle, hier geht es nur darum, dass ein höherer Zeitaufwand vom Mitarbeiter/innen verlangt wird, als vertraglich vereinbart.)

Jeder Arbeitnehmer ist froh, wenn diese laut Arbeitsvertrag abgefeiert oder ausgezahlt werden können. Leider gibt es auch immer noch die Arbeitsverträge, die dieses nicht vorsehen. Und besonders oft wird gerade bei diesen Unternehmen ein Wettbewerb ausgerufen, was die Überstundenleistung angeht.

Wenn du unzufrieden bist mit dem, wie dein Arbeitgeber dich behandelt, dann ändere etwas daran! Mein Tipp: Schreibe dir als erstes auf, was dich alles stört:

  • die Überstunden, die wie selbstverständlich erwartet werden
  • die Mails, die sofort gelesen werden sollen
  • die Erreichbarkeit auch nach der Arbeitszeit

Und, dann überlegst du dir, wie du das ändern kannst und schreibst es dir ganz genau auf.

Zum Beispiel, dass du an zwei Tagen in der Woche keine Überstunden mehr machst, sondern pünktlich gehst.

Aber, das schreibst du nicht so auf, sondern ganz konkret: Jeden Dienstag und jeden Donnerstag gehe ich in Zukunft pünktlich.

Und ähnliche Vereinbarungen triffst du dann auch für dich, bei den andern Faktoren, ganz konkret.

Jetzt ist noch gut, wenn du dir eine Belohnung überlegst, wenn du dieses einhältst und eine Strafe, wenn du dich wieder vom Chef zu Überstunden an diesen Tagen hinreißen lässt.

Sollte dein Chef dich um Überstunden bitten, dann sagst du: Dass es dir leid tut, aber dass du an diesem Tag fest zugesagt hast, dass du pünktlich von der Arbeit gehst! Das sagst du freundlich und bestimmt.

Der Chef gewöhnt sich daran. Du wirst sehen, wenn du deine Vereinbarung mit dir einhältst, wirst du zufriedener sein.

Mehr Tipps zu deinem eigenen Vertrag mit dir findest du bei Martin Wehrle:

​​​

​Sage deinem Chef auch mal die Meinung, aber ganz freundlich und höflich. Ich finde, wenn ich während der Arbeitszeit mein Handy nicht benutzen darf, aber ich nach der Arbeitszeit auf diesem angerufen werde, da mir noch ein Arbeitsauftrag winkt, kann ich reagieren mit: Sie rufen mich jetzt auf dem Gerät an, dass ich während meiner Arbeit nicht nutzen darf! Eine freundliche Stimme und ein Lächeln im Gesicht während du das sagst, wirken dabei Wunder. Nimm die Situation mit Humor, der kann das Leben so viel leichter machen.

 

Sorge für mehr Lächeln!

Lass dich nicht von den schlecht gelaunten Gesichtern deiner Kollegen oder deines Chefs anstecken, sondern versuche deine Arbeit und deinen Arbeitsplatz mit einem Lächeln zu bewältigen.

Mit einem Lächeln fällt die Arbeit leichter. Du wirst sehen, wenn du bessere Laune in die Arbeit bringst, dann wirst du die Anderen bald anstecken und die ganze Atmosphäre wird besser. Louise L.Hay sagt, was du dem Universum gibst, das bekommst du auch zurück​:

 

 

 

 

 

 

Du musst bedenken, dass dein Berufsleben einen wichtigen Teil dazu beiträgt, ob du ein erfülltes Leben hast oder nicht.

Viele Menschen neigen dazu sich über ihren Beruf zu definierenAnerkennung und Erfolg sind deshalb ungemein wichtig.

Es ist aber niemand anderes schuld daran, dass es bei dir nicht gut läuft, sondern du bist verantwortlich für das, was in deinem Leben passiert.

Übernimm Eigenverantwortung für dein Leben!

Dann kannst du auch das erreichen, was du vom Leben möchtest. Manchmal ist es wirklich schwierig das einzusehen und das Leben selbst in die Hand zu nehmen. Den Hintern hoch zu kriegen und es anzugehen, ist schwieriger als zu jammern und es hinzunehmen wie es ist.

Wenn du weiterhin der Vogelstrauß sein möchtest, der den Kopf in den Sand steckt, dann bist du wohl richtig da wo du bist.

Wenn du etwas ändern möchtest, dann fang an das Leben positiver zu sehen. Lass mehr Humor in dein Leben und geh die Dinge an.

Hast du das Gefühl du schaffst das nicht alleine?

Dann lege ich dir Christian Bischoff nahe, er ist ein sehr authentischer Motivationscoach:

Entscheide dich…

Du kannst entscheiden, ob du an diesem Ort richtig bist.

Du hast dich bereits für diesen Arbeitgeber entschieden.

Die Frage ist, warum fühlst du dich dort nicht wohl. Wenn alle die Strategien, die ich dir in den oben genannten Punkten nahe gelegt habe, nicht funktionieren, dann solltest du ernsthaft überlegen, ob du dort am richtigen Ort bist.

Und, du solltest dir die Frage stellen, warum du dort gelandet bist.

Die meisten Verhaltensmuster sind bereits in unserer Kindheit manifestiert. Also, solltest du genau hinschauen, warum du dich so verhältst.

Grundsätzlich ist unser Ziel den Anderen zu gefallen, deshalb vermeiden wir Konflikte und sagen schneller Ja als Nein. Denn ein Nein, eine Ablehnung könnte einen Konflikt hervorrufen.

Zudem neigen Frauen oft dazu, dass ihre hilfsbereite Art durchkommt. Wenn der Chef sagt, dass er noch so viel zu tun hat und ob wir ihm nicht eben noch etwas abnehmen können, hat er frau in der Regel zur Arbeit gekriegt – er muss nur ein wenig jammern.

Frauen sind in der Regel so erzogen, dass sie es allen recht machen wollen. Das ist ganz tief in dir drin, das kannst du nicht von heute auf morgen einfach so ändern.

Aber, du kannst daran arbeiten und es dir bewusst machen!

Schau genau hin, wo deine Blockade liegt und warum du dich ausnutzen lässt von deinem Arbeitgeber. Wenn es noch viele Punkte gibt, die dazu führen, dass du dich wohl fühlst und du dort weiter arbeiten möchtest, dann arbeite an deiner Einstellung.

Achte auf dich und die Einhaltung deiner Vorsätze.

Wenn du dich für ein Bleiben entscheidest, dann entscheide dich aber für ein Bleiben ohne Jammern und Meckern. Denn dieses Jammern und Meckern macht dir das Leben schwerer.

Notiere dir die Faktoren, die gut sind bei deinem Arbeitgeber und immer wenn die negativen Gedanken kommen, dann hole diese Notizen hervor.

Suche dir Affirmation, die dir helfen die Arbeit positiv zu sehen. Eine positive Affirmation wäre bspw.: Ich habe eine Arbeit, die mir Freude bereitet und gut entlohnt wird.  

Oder versuche es mit Mentaltraining, um dein Denken zu beeinflussen.

Denn das, was in unserem Leben geschieht, hat viel mit unseren Gedanken zu tun. Oft rennen wir immer wieder gegen die gleichen Mauern. Wir können den Arbeitgeber noch so oft wechseln und kommen immer wieder an den gleichen Punkt.

Clemens Maria Mohr zeigt in seinem Kurs leichte Strategien auf, um den Kopf auf einen neuen Weg zu bringen und damit auch sich selbst:  Mentaltraining

Mentaltraining

 

Falls du dich am Ende dieses Artikels tatsächlich gegen deinen Job entschieden hast und dich auf die Suche nach einem neuen machst, dann helfen dir vielleicht die Bewerbungstipps von Martin Wehrle:

Vorstellungsgespräch

Sei positiv und lebe dein Leben!

>