​7 Gründe, warum du zu dir selbst finden solltest

Sich selbst Erkennen

Die Erwartungen anderer sind oft anders als die eigenen ...

Im Urlaub habe ich mir mal die Zeit genommen einfach einen Roman zu lesen: Wenn's einfach wär, würd's jeder machen von Petra Hülsmann. Eine wunderbare Liebesgeschichte eingebettet in eine Geschichte über das Leben mit seinen Höhen und Tiefen, dem was das Außenherum so leicht über einen denkt und das, was innen drin tatsächlich steckt.

Vielleicht hat mir der Roman so gut gefallen, weil die Hauptfigur so normal war: das Leben läuft, aber es gibt immer mal wieder Stolpersteine, die hin und wieder mit Tagen auf dem Sofa und vorm Fernseher kompensiert werden, aber sich dann doch aufrafft, es anzugehen. Das Leben ist nicht perfekt, aber gut so, wie es ist.

  • Warum fällt das manchmal so schwer zu erkennen, dass es gut so ist, wie es ist?

Vielleicht orientieren wir uns manchmal zu sehr daran, was die Erwartungen an uns sein können, als das wir auf uns selbst hören?!

  • Warum solltest du zu dir selbst finden?

1. Die Erwartungen der Anderen sind unerfüllbar

Ja, ich falle gleich mit der Tür ins Haus. Wir Frauen neigen oft dazu, dass wir den Menschen in unserer Umgebung alle Wünsche von den Augen ablesen wollen.

Das ist jetzt etwas übertrieben, aber das liegt wohl ein wenig in der Natur der Dinge. Männer können besser für sich selbst sorgen und Grenzen setzen.

Wir Frauen versuchen schon vorab zu erkennen, was unser Partner möchte, ohne zu fragen. Manchmal landen wir dann einen Volltreffer, manchmal auch nicht.

Aber, mal ein ganz einfaches Beispiel: Dein Mann geht Vollzeit arbeiten und du in Teilzeit. Du betreust die Kinder nach Schule und Kindergarten. Nach dem Abendessen räumst du den Tisch ab und fegst auch noch eben durch oder wischt. Dein Mann liegt auf dem Sofa mit der Zeitung und entspannt, denn er hatte ja einen anstrengenden Arbeitstag.

Tja, da ist schon der Fehler. Der Tag war auch für dich anstrengend.

Denn Kinderbetreuung klingt zwar nach Freizeitbeschäftigung, ist sie aber nicht. Wenn du sie nicht gerade machst, werden andere Menschen dafür bezahlt, dass deine Kinder gut betreut sind.

Nein, es geht mir darum, dass du verstehst, was ich meine.

  • Sprichst du deine Erwartungen aus?
  • Geht es dir gut damit, dass du alles übernimmst?
  • Kannst du vielleicht auch mehr Verantwortung an deine Umgebung abgeben und die Beine auch mal hochlegen?

2. Wenn es dir gut geht, kannst du gut für dein Umfeld sorgen ​

Und damit komme ich schon hierhin. Wenn es dir gut geht, dann hast du mehr Energie für dein Umfeld und es geht allen besser.

Ganz einfach: sorgst du für dich, dann sorgst du auch für die anderen.

Ich kann nach einem entspannten Tag in der Sauna, viel entspannter mit meinen Kindern und meinem Mann umgehen, als nach einem Arbeitstag.

Ich sollte definitiv häufiger in die Sauna gehen!

3. Deine Wünsche findest du nur in dir ​

Ich weiß nicht, wie es dir geht. Aber, wenn mich jemand spontan nach meinen Geburtstagswünschen fragt, dann fällt mir meistens gar nichts ein. Aber mir fallen mindestens 10 Sachen ein, die meine Kinder sich wünschen oder etwas, dass mein Mann gebrauchen könnte.

Darüber nachzudenken, was mir gefallen könnte, fällt mir schwer. Ich habe keine Zeit für Hobbys, also brauche ich nichts dafür. Ich habe noch nicht einmal Zeit shoppen zu gehen, damit ich vielleicht mal wieder Dinge sehe, über die ich mich freuen kann.

Genug gejammert: Der Alltag holt uns schnell ein und ist so vollgestopft.

Wenn du zu dir selbst findest, dann erkennst du deine Wünsche und kannst sie äußern.

4. Genuss ist besser als Verpflichtung ​

Ich habe mal den Spruch gefunden: „Ein ordentlicher Haushalt, ist ein Zeichen für ein vergeudetes Leben.“

 Wie viele Frauen kenne ich, denen die Sauberkeit in ihrem Haushalt so wichtig ist, dass sie dafür einige Dinge, die viel Spaß machen, nicht tun.

Vor allem Frauen der Generation meiner Mutter haben eingeflöst bekommen, dass nur eine Frau mit einem sauberen Haushalt eine gute Frau ist.

Tja, Mädels, das müssen wir erst einmal aus unseren Köpfen rausbekommen, dass es nicht wichtig ist, ob der Staub heute oder morgen gewischt wird. Und es auch egal ist, ob die Fenster diese oder nächste Woche geputzt werden.

Am Ende deines Lebens, wirst du nicht aufzählen können wieviel du wann und wie geputzt hast. Du wirst auch nicht zurückblicken und glücklich sagen: „Aber sauber war es immer bei mir.“

Nein, du wirst dich an die Stunden erinnern wollen in denen du Spaß hattest und glücklich warst. Ich möchte damit nicht sagen, dass es nicht sauber sein soll, aber ich finde, dass es total okay ist, eher mit den Kindern zu spielen, als die Küche zu  putzen.

Es ist besser, mit der Freundin einen Kaffee zu trinken und ausgiebig zu quatschen, als die Fenster zu putzen.

Die Verpflichtungen nehmen manchmal zu viel Raum ein.

Das solltest du erkennen können, wenn es so ist und den Spaß wieder mehr in dein Leben lassen. Weißt du eigentlich, was dir Spaß macht? Und erzähl mir nicht, dass dir Putzen Spaß macht!

5. Das Glück liegt in dir ​

Was dich wirklich glücklich macht, weißt nur du! Kein Mensch kann in deinen Kopf sehen. Kein Mensch hat deine Gefühle. Du kannst nur selbst dafür sorgen, dass du glücklich bist.

Und manchmal wirst du selbst nicht wissen, was dich glücklich macht. Das ist genau der Punkt. Wenn du das nicht weißt, dann bist du nicht bei dir. Dann musst du dringend etwas tun. Dann bist du zu weit von dir selbst entfernt.

6. Das Leben ist zu kurz, um einen doofen Job zu machen​

Ich finde, das Leben ist zu kurz, um einen Job zu machen, der keinen Spaß macht. Es gibt hier mehrere Faktoren: Arbeitsinhalt, Kollegen, Arbeitsumgebung und Arbeitsbedingungen.

Wenn du bei mindestens 3 von 4 sagen kannst, dass es nicht gut ist, dann ist es an der Zeit über einen Wechsel nachzudenken. Wenn es sich die Waage hält, dann ist es ein Balanceakt.

Dann ist die Frage wie viele gute und wie viele schlechte Tage du hast. Sollte nur ein Punkt nicht passen, dann ist es echt meckern auf hohem Niveau. Außer: Es sind die Arbeitskollegen, die echt mies sind. Das kann einem das Leben so richtig schwer machen.

Mein Lebenslauf enthält einige Jobwechsel, was einerseits vielen befristeten Verträgen geschuldet ist, aber auch diesem System und meiner Entschlusskraft, dass es da noch einen besseren Job geben kann. Es hat mir nicht geschadet und ich habe eine Menge dazu gelernt.

Unter anderem auch den Punkt, dass wenn es nur ein Punkt ist, der stört, es nicht unbedingt ein Grund ist zu gehen und ich es hinterher vielleicht bereue. Ich bereue nur die Kündigung an einer Stelle, ansonsten bin ich froh, dass ich bei den anderen Stellen keine weiterführenden Verträge angenommen habe oder selbst gekündigt habe. Es hat mich immer weitergebracht zu gehen.

Es ist jedes Mal eine große Auseinandersetzung mit mir selbst gewesen. Dafür ist es wichtig, dass du zu dir selbst findest. Nur, wenn du weißt, was du willst, findest du den Job, der dich glücklich macht (oder zumindest zufrieden).

7. Regeln sind dazu da, dass wir sie brechen ​

Immer wieder höre ich: „Aber, das macht man doch so.“

Wer ist denn man? Das ist das erste, was mir dann durch den Kopf schießt.

Ich finde es gibt kein „man“. Manchmal hilft es sich an Regeln und Normen zu halten – Vorgaben, die unsere Gesellschaft gibt. Aber diese Vorgaben sind oft veraltet: In der Ehe geht der Mann Vollzeit arbeiten und die Frau in Teilzeit und macht den Haushalt. Eine gesellschaftliche Norm, die in meinen Augen total veraltet ist, aber leider immer noch ziemlich aktuell ist.

Schau dich mal in deiner Umgebung um, wie oft das Schema noch so ist. Schade, denn ich denke, es gibt einige Männer da draußen, die gerne den Haushalt und die Kinder übernehmen möchten. Genauso wie es einige Frauen gibt, die gerne Vollzeit arbeiten und weniger Haushalt und Kinder machen wollen.

Ist auch egal, wie du es machst, denn irgendwer findet es immer doof, was du machst. Also kannst du es von Vornherein so machen, wie es für dich gut ist.

  • Denk nicht so viel darüber nach, was in den Augen anderer Menschen richtig sein könnte.
  • Denk nicht darüber nach, was deine Arbeitskollegen über dich reden (könnten).
  • Denk darüber nach, was dir gut tut.
  • Denn, wenn du dich viel mit dem beschäftigst, was andere denken, dann kann es dir passieren, dass du gar nicht mehr weißt, was du denkst.

Wenn dich einer dieser 7 Gründe anspricht, dann ist es Zeit für dich etwas zu tun.

Geh es an! Lebe 100% dein Leben!

Suchst du noch Beispiele? Dann lies doch mal die Geschichte über Sara​ ...

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