Erfolgreich oder Glücklich? Oder…

…geht beides: erfolgreich glücklich?

Kennt ihr schon das Buch: „Herr Müller Sie sind doch nicht schwanger“ von Martin Wehrle.

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Der Titel hat mich angesprochen und zum Schmunzeln gebracht.

Jetzt habe ich gerade zwei Stunden auf dem Sofa mit diesem Buch verbracht und bin total angefixt. Ich habe mich wiedergefunden und die humorvolle Art von Martin Wehrle mit dem Thema umzugehen, hat mich sehr angesprochen.

Seien wir doch mal ehrlich Frauen haben es im Berufsleben tatsächlich etwas schwerer als Männer, wenn sie im gebärfähigem Alter sind, da können sie noch so gut qualifiziert sein.

Nicht jede Frau bringt einen Hintergrund wie Frau von der Leyen mit und kann sich ausreichend Personal für die Betreuung ihrer Kinder leisten. Und, manche Frauen müssen arbeiten gehen, da sie Kinder haben.

Erfolgreiche Arbeit - Karriere als Frau

 

Der Lebenslauf einer Frau?

Hier mal ganz persönlich von mir:

Eigentlich bin ich keine Emanze und habe lange Zeit geglaubt, dass dieses Thema Gleichberechtigung der Frau im Berufsleben nur Quatsch ist.

Tja, als ich das erste Mal schwanger geworden bin, hat sich das Ganze für mich als großes Thema herausgestellt und wie ich gerade beim Lesen dieses Buches feststelle: Ich stecke da noch voll drin.

Mal von Anfang an: Ich habe studiert und neben dem Studium bereits einige Nebenjobs gehabt. Der Einstieg in die Arbeitswelt fiel mir leicht, da ich gute Arbeitszeugnisse und ein gutes Abschlusszeugnis nachzuweisen hatte, zudem war ich örtlich vollkommen flexibel.

Der erste Job, ein Jahresvertrag, brachte nicht so viel ein   ⇒ dann der nächste Job, direkt im Anschluss etwas mehr. Nachdem ich einen kurzen beruflichen Flop hinter mir hatte. Leider gab es in diesem Unternehmen nur Zeitverträge und ich suchte mir wieder etwas anderes.

Der nächste Job brachte dann ein besseres Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen.

Durch private Umstände bahnte sich der Wunsch nach einer regionalen Verlagerung meines Lebens an und ein Gespräch mit meinem Chef ergab, dass ich in Leitungsposition gehen und mit dem gleichen Arbeitgeber umziehen konnte.

Leider spielte der Regionalleiter hier nicht so mit und seine Einstellung zu Frauen, die schlechter bezahlt wurden als Männer in seiner Region war sehr deutlich.

Hier stieß ich das erste Mal auf diese Form der Behinderung.

Diese Frauenunfreundlichkeit veranlasste mich dazu meinen guten Arbeitgeber zu verlassen und eine andere Leitungsposition bei einem neuen Arbeitgeber – allerdings befristet – anzunehmen.

Tja, und dann kam es, dass ich schwanger wurde und dann begann das ganze Chaos mit lediglich mündlichen Versprechungen, dass ich entfristet werde,…

Als ich aus dem Mutterschutz wieder in die Arbeit einstieg, war die Welt anders. Bis dahin lief alles glatt und ich habe immer gerne gearbeitet.

Danach kamen die Schwierigkeiten mit Bewerbungen als „junge Mutter“ und Vollzeitstellen. Es wurde mir unterstellt, dass ich das nicht leisten könne bzw. mein Mann das nicht leisten könne.

Anscheinend gehen Arbeitgeber nie von gleichberechtigten Beziehungen aus. Geschweige denn von Männern, die mehr Ambitionen zur Hausarbeit haben, als ihre Ehefrauen. Das war ein Schlag ins Gesicht und führte dann zu einer Teilzeitstelle.

Ich stieß  auf Konflikte mit Arbeitskolleginnen, die große Schwierigkeiten haben mit arbeitenden Kolleginnen mit kleinen Kindern. Ich bin die Rabenmutter der Nation, da ich meine Kinder so früh in die Kita gebracht habe und dann auch noch so lange…

Aber, das habe ich immer nur von Frauen zu hören bekommen.

Seitdem ich Kinder habe, bin ich auf der Suche nach dem richtigen Job für mich. Aber viele Türen haben sich für mich verschlossen.

Ich möchte arbeiten und ich arbeite gerne, aber das Drumherum muss passen.

Nach dem zweiten Kind wollte ich dann in den Beruf nach einjähriger Auszeit zurückkehren und konnte nicht zurück in mein altes Team, da hatte ich auch wenig Lust zu. Den Job habe ich nicht so gerne gemacht, aber das Team war super. Nach einer Auszeit ist die Aussicht sich in ein neues Team einzufinden bei einer Tätigkeit, die einem nicht hundertprozentig liegt, nicht rosig.

Also, habe ich den Job erneut gewechselt.

Hier ist die Nachricht, dass ich noch ein drittes Kind bekomme, mit wenig Freude aufgenommen worden. Schwanger wurde ich ganz anders behandelt als vorher, da ist Frau halt nicht mehr so leistungsfähig.

Jetzt sitze ich auf dem Sofa, schreibe diesen Blog und warte auf die Geburt von meinem dritten Kind und bin gespannt, was mich nach der Auszeit in meinem derzeitigen Job erwartet. Auch hier ist mir der Ausstieg leicht gemacht worden.

Trotz dessen, dass ich nur weibliche Kolleginnen habe, ist es ein Thema als Akademikerin drei Kinder zu bekommen und im Berufsleben stehen zu wollen.

⇒  Da frage ich mich dann doch: „In welchem Jahrhundert leben wir?“

 

Karriere und Familie

Aber Martin Wehrle zeigt auf, dass ich nicht alleine bin mit dieser Frage.

Seine humorvolle Darstellung von einem erfolgreichen Mann, der eines Tages als Frau aufwacht und versucht sich in der Führungswelt unter Männern zu behaupten, zeigt genau diese Problematik.

Die Hauptfigur Herr Müller hat bis zu diesem Zeitpunkt selbst ein klassisches Frauenbild vertreten, in dem die Frauen im Vorzimmer sitzen und nicht in Führungspositionen, da ihre Gebärfähigkeit sich von der Ausbildung bis zum 49. Lebensjahr erstreckt und danach steht ja quasi schon die Rente vor der Tür.

Keine Chance auf Karriere für eine Frau!

Aber was soll Frau machen, wenn sie gerne alles möchte?

Wenn Karriere und Familie für sie keine Gegensätze, sondern sehr wohl passend sind.

Die Frage ist doch hier nur:

  • Wie kann sich der Arbeitgeber darauf einlassen und
  • wie kann sich Frau darauf einlassen?

Mehr zu Martin Wehrle gibt es hier:

Geheimakte Vorstellungsgespräch - Martin Wehrle

 

Heimarbeit –  wie geht das?

Das erstaunliche an unserer Arbeitswelt finde ich, dass immer noch der Mythos in den Köpfen ist, dass die Arbeitszeit mit körperlicher Anwesenheit einhergehen muss.

Auch, wenn ich in einer frauendominierten Branche arbeite, ist das Thema Heimarbeit ein Dorn im Auge.

Da werden Mütter, die nicht so ein gutes Netzwerk aus Familie und Freunden haben und die Kita-Öffnungszeiten mit den Arbeitszeiten nicht hundertprozentig zu vereinbaren sind, gezwungen, in Teilzeit zu arbeiten.

Die Problematik ist da ja nicht nur, dass einem die Abholzeit des Kindes im Nacken sitzt.

Da kommt dann auch noch die Zeit „Krank mit Kind“, in der sich ein Elternteil um das Kind kümmern muss. Wenn Heimarbeit nicht spontan umgesetzt werden kann, dann muss sich ein Elternteil krank mit Kind melden.

Wenn Heimarbeit nicht nach dem Bedarf des Arbeitnehmers bzw. der Arbeitnehmerin genommen werden kann, sondern mit Anträgen und langen Absprachen im Vorhinein verbunden ist, dann ist der Sinn der Heimarbeit nicht gegeben.

Heimarbeit bei meinem Arbeitgeber bedeutet, dass ich im Vorhinein begründen muss,

  • warum ich in
  • welchem Umfang
  • welche Arbeiten von zu Hause erledigen möchte.

Ich könnte viel bessere Leistung erbringen, wenn ich am Ende meines Arbeitstages entscheiden kann, dass ich abends zu Hause noch ein paar Dinge erledige, damit ich am nächsten Tag im Büro schneller voran komme.

Ich muss zu einer bestimmten Zeit gehen und kann nicht sagen, dass ich diese Arbeit jetzt noch zu Ende machen möchte, denn die Kita schließt und meine Kinder warten dann schon angezogen und mit gepackter Tasche am Ausgang. (Hiermit schafft die Kita es auch jeder arbeitenden Mutter ein schlechtes Gewissen zu machen.)

  • Ich möchte gerne mal wissen, welche Unternehmen es schaffen ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen flexible Heimarbeitszeiten zur Verfügung zu stellen und für den Arbeitgeber dann nur das Ergebnis zählt.
  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Firmen hiermit schlechte Erfahrung gemacht haben.
  • Ich glaube, dass engagierte Eltern immer sehr effizient arbeiten.
  • Ich möchte hier die engagierten Männer auf keinen Fall ausschließen. Denn mein Mann und ich, wir teilen uns den Job mit Abholen, Haushalt und Versorgung.

Mit Sicherheit gibt es von der Sorte Mann noch mehr da draußen – auch wenn es immer noch einige klischeehafte Neandertalermänner gibt, die alles ihrer Frau überlassen.

Meine Arbeitszufriedenheit würde deutlich steigen, wenn ich die Möglichkeit hätte, Arbeit mit nach Hause zu nehmen und die Zeit zu nutzen, wenn meine Kinder ruhig sind und alles andere auch erledigt ist. Meine Kinder können sich auch sehr gut alleine beschäftigen und diese Zeit kann ich dann für die Arbeit nutzen.

Erschreckend ist, wenn ich Heimarbeit googel, dass dann nur diese popeligen kleinen Nebenjobs in den Nebenanzeigenseiten kommen.

  • Welche Stellenanzeige, die eine qualifizierte Frau mit guter Ausbildung braucht, beinhaltet den Aspekt, dass Heimarbeit möglich ist?
  • Wo sind die Arbeitgeber, die das Buch von Martin Wehrle gelesen haben und verstanden haben, dass es mehr Frauen in Führungspositionen geben sollte, da nur eine gute Mischung aus Mann  und Frau ein gutes Unternehmen ausmacht…

 

Selbstständigkeit – wo fange ich an?

Seitdem ich in Teilzeit arbeite, arbeite ich freiberuflich. Mich füllt ein Teilzeitjob nicht aus.

Er erfüllt mich nicht und beansprucht mich nicht ganz – trotz Kindern.

Ich brauche anspruchsvolle Aufgaben, in denen ich meine Eigenständigkeit ausleben kann und kreative Projekte umsetzen kann.

Das mache ich jetzt freiberuflich.

Das erfüllt mich und ich schaffe das sehr gut, denn es gibt Zeiten da schlafen meine Kinder oder beschäftigen sich ungemein gut selbst, da kann ich mein Hirn für solche Projekte nutzen und möchte es nicht brach liegen lassen.

Meine Arbeitszeiten liegen dann oft in den Abendstunden, das macht mir aber nichts, denn gerade zu dieser Zeit bin ich ungemein produktiv.

Mein Talent hat sich mit dem Muttersein nicht auf erzieherische Fähigkeiten beschränkt, sondern meine Fähigkeiten im Berufsleben sind immer noch vorhanden.

Auch, wenn ich an den Mythos, dass Mütter besser organisiert sind, nicht glaube, so denke ich doch, dass ich effektiver arbeiten kann.

Vor den Kindern konnte ich länger im Büro bleiben und hatte Zeit für die Dinge. Da habe ich mir auch mal Zeit gelassen.

Jetzt muss ich zu einem bestimmten Zeitpunkt weg, die Arbeit muss erledigt werden, da kann ich nichts vor mir herschieben, das verursacht nur ein schlechtes Gewissen.

Arbeitsprozesse werden optimiert und Dinge schneller erledigt.

Arbeitgeber, die Talente und Fähigkeiten von Müttern nicht beachten und nutzen, sind in meinen Augen dumm. Denn gerade, die Frauen, die pünktlich von der Arbeit weg müssen, erledigen ihre Arbeiten oft effizient.

 

Gewinnoptimierung ist nicht alles…

Wir müssten uns um das Thema Karriere der Frau gar keine Gedanken machen, wenn Unternehmen nicht mehr auf Gewinnoptimierung ausgerichtet wären, sondern auf Glück im Beruf oder Spaß an der Arbeit.

Ich bin fest davon überzeugt, dass wenn Unternehmen das Wohl ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Herzen liegt, dass die schwarzen Zahlen ganz von alleine kommen. Dabei spielt das Wort Respekt eine große Rolle und kann so viel zum Positiven beitragen. Management und Respekt

Ich bin davon überzeugt, dass Arbeit Spaß machen kann und dass das Arbeitsumfeld dabei positiv sein kann.

Wenn ich das nicht in einem Unternehmen finde, dann muss ich mir das selbst schaffen.

Jeder von uns hat die Kraft und auch Ideen in sich sein eigenes Ding umzusetzen und zufrieden im Job zu sein.

Manche von uns brauchen vielleicht ein wenig mehr Anschub und können diesen in einem guten Kurs finden, andere brauchen nur noch das letzte Erlebnis in ihrem öden Job, um dann loszulegen.

⇒ Wo möchtest du gerne hin?

⇒ Und wie möchtest du arbeiten?

Mach dir darüber mal Gedanken…

⇒ Überleg mal wie glücklich du gerade in deinem Job bist?

⇒ Wie lange hältst du das noch aus?

⇒ Ist es das wert?

Nimm dein Leben selbst in die Hand und mach was draus! Ich habe mich im letzten Jahr mit meinem Herzenbusiness

​​​​HERZENSBUSINESS​​​

(Herzensbusiness wird grade überarbeitet und startet bald wieder)

 

beschäftigt und Sabrina und Miriam waren mir eine große Hilfe dabei.

Diesen Kurs konnte ich neben der Arbeit und Kindern gut bewältigen.

Zu den Inhalten gehören die Beschäftigung mit den eigenen Zielen, meinen gedanklichen Hindernissen und dem notwendigen Know-How.

Durch Mails und eine Plattform, die zu jeder Tageszeit genutzt werden kann, so dass eine freie Zeiteinteilung möglich ist, können die Inhalte im eigenen Tempo erarbeitet werden.

Begleitend sind die Coachinggespräche mit Miriam und Sabrina in denen alle noch offenen Fragen und Themen geklärt werden können.

Wer lieber mit einem Mann arbeiten möchte, dem lege ich Veit Lindau nahe. Veit Lindau schafft es mit​​​​ seiner wunderbaren Art als integraler Erfolgscoach dich auf den Weg zu begleiten und zu motivieren deine Ideen umzusetzen und den Mut für die Selbstständigkeit zu fassen:

ERFOLGSCOACHING​​​

Auch hinter Humantrust steht Veit Lindau und bietet mit diesem Programm einen Life Coaching​​​​ Campus der Glück und Erfolg verbinden möchte:

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