3 Dinge, die du aktiv gegen Corona tun kannst


Es ist so weit. Ich verliere mein positives Denken.

Der beste Spruch für mich war dieses Jahr: Kann man bitte 2020 deinstallieren und neu installieren? Dieses Jahr hat einen Virus.

Dieses Katastrophenjahr nimmt für mich kein Ende. Und jetzt nutze ich unseren Blog, um mich hier sehr persönlich zu äußern.  

Vertraun - Wilhelm Busch

Bisher war ich immer ein positiv denkender Mensch und trotz all der Unannehmlichkeiten und der Unplanbarkeiten, habe ich versucht die positiven Seiten zu sehen. Ja, Tatsache! Auch, wenn es nicht so einfach war 3 Kinder, Homeschooling, Haushalt und Homeoffice zu schaffen. Bin ich nicht durchgedreht und denke, dass es uns als Familie auch gut getan hat.

Dieses Corona, das da überall in der Luft schwirrt und durch alle Köpfe spukt, ist ein Virus, der auf vielen Ebenen wirkt.

VORSICHT!

Corona kann nicht nur Erkältungssymptome auslösen, sondern sorgt für die Verdummung unserer Gesellschaft. Entschuldigung, wenn ich jetzt so harte Worte verwende, aber diese Wirkung von Corona ist mir schon häufig aufgefallen.

Diese Wirkung hat Corona ohne nachweisbare Infizierung. Dieses Virus ist gefährlicher als gedacht. Ja, ich werde zynisch. Der Zynismus hilft mir gerade durch diese unglaubliche Situation.

Die Situation Corona

Ich erkläre dir, warum ich gerade so aufgebracht bin. Die Erzieherin meines Sohnes hat Corona. Tatsache ist, dass nur mein Sohn in Quarantäne ist, da nur er den direkten Kontakt zur infizierten Person hatte. Es gibt hier klare Vorgaben vom Gesundheitsamt. Eine nette Frau vom Gesundheitsamt hat uns angerufen und alles genau erklärt. Ein paar Tage später haben wir es auch schriftlich bekommen.

Unerwartet war die Situation nicht, denn schließlich ist das Hauptthema um uns herum gerade Corona und da es eine Pandemie ist, war zu erwarten, dass es irgendwann in unserem näheren Umkreis auftaucht. Ich fühlte mich vorbereitet auf die Situation, da ich von hier und dort schon etwas über die Regelungen und Vorgehensweisen gehört habe.

Und ich verlasse mich darauf, dass Menschen, die sich professionell mit dem Coronavirus befassen, die Umgangsweise einschätzen können.  Ja, ich finde es seltsam, dass nur mein Sohn in Quarantäne muss und wir, die wir täglich mit ihm zu tun hatten, nicht. Aber, wie gesagt, ich verlasse mich darauf, dass die Profis wissen was sie tun.

Wir fühlen uns da ziemlich einsam mit dieser Einstellung. Stigmatisierung mit Ausschluss waren die Folgen für unsere Familie. Tatsächlich waren wir noch gar nicht richtig vom Gesundheitsamt informiert, da wussten schon Eltern aus der Schulklasse meines anderen Sohnes über die Situation im Kindergarten Bescheid.

Durch die Blume, wurde ich aufgefordert meinen zweiten Sohn ebenfalls in Quarantäne zu setzen und nicht in die Schule zu schicken. Hinzu kam der Ausschluss meines Sohnes vom Fußballtraining. Das Ganze ging so weit, dass niemand aus der Mannschaft das Trikot für das Spiel abholen wollte - aus Angst vor Corona. Obwohl wir zu diesem Zeitpunkt schon den Nachweis hatten, dass mein Sohn kein Corona hat.

Positiv, nein danke!

Diese ganze Situation wühlt mich auf. Stresst mich. Nicht nur, dass wir jetzt wieder in der Situation sind, dass unser kompletter Alltag von heute auf morgen umgeschmissen werden muss. Nein, wir werden dazu noch gesellschaftlich ausgegrenzt und abgestempelt.

Mein gesellschaftliches Bild war bisher, dass wenn jemand krank ist oder von Krankheit bedroht, andere Menschen sich um ihn kümmern oder sorgen. Jetzt erleben wir etwas ganz anderes.

Die Krönung der Stigmatisierung war die Nachfrage nach dem Namen der Erzieherin. Mein Mann hat den Trainer gefragt, ob wir das Trikot verbrennen sollten. Besser wäre es vielleicht, denn die Gefahr der Coronarisierung ist nicht zu unterschätzen.

Aber auch die Wissenschaft weiß um diese Situation: „Häufig berichteten Personen, die von Isolations- und Quarantänemaßnahmen betroffen waren, von Stigmatisierung, d.h. sie erlebten z.B. Diskriminierung, Misstrauen oder Abweisung“.  

Weiterhin besagt der Artikel, dass diese Stigmatisierung die psychische Belastung der Situation noch erhöht. Und ich stimme dem zu. Denn ich muss jetzt nicht nur für meinen Sohn da sein, der gerade nicht in den Kindergarten gehen kann und die Welt nicht richtig versteht, weil wieder einmal alles anders ist.

Nein, ich muss jetzt zudem noch meinen älteren Sohn vor schwierigen Situationen in der Schule oder auf dem Fußballplatz schützen. Denn, das ist uns wohl allen bewusst: Eltern, die so reagieren, geben etwas an ihr Kind weiter und das wird dann auf dem Schulhof ausgetragen.

Wir haben es hier mit einer Mischung aus Angst, schlechter Information und fehlendem Vertrauen zu tun. Eine ganz böse Mischung in meinen Augen. Jeder, der schon mal ein ängstliches Raubtier gesehen hat, weiß wie gefährlich das sein kann.

 Leider sind Menschen die Angst haben und denen das Vertrauen und Wissen fehlt oft nicht viel besser. Sie greifen an und gehen in die Aggressivität ohne, dass es einen Grund dafür gibt.

Und, wenn wir schon bei der Wissenschaft sind: Ich habe es selbst noch nicht gelesen, aber schon von einigen in meiner Umgebung gehört, dass es gut geschrieben ist:

Das Buch ist von zwei Wissenschaftlern geschrieben, die im Bereich der Virologie und Infektionen versiert sind. Ich weiß, dass es umstritten ist, aber es ist mit Sicherheit auch sehr informativ.

Wenn man sich schon informiert, dann sollte man vielleicht nicht auf die Meinung von Journalisten und Medien setzen, die sich ansonsten mit diversen anderen Themen besprechen, sondern vor allem die Argumente von Fachpersonal berücksichtigen. Denn die können begründete Argumente liefern, die nicht auf Angst, sondern auf Wissen basieren.

Schütze dich vor den negativen Folgen von Corona!

Ich möchte den Menschen vertrauen.  In meinem Leben ist das eine wichtige Grundlage für das alltägliche Überleben. Vertrauen in unsere Politik und unser System. Ich möchte nicht blind vertrauen, auch mal Dinge in Frage stellen oder kritisieren, aber zum Glück leben wir in einer Demokratie und haben die Möglichkeit dafür.

Ich möchte mich nicht von Angst leiten lassen. Aus der Angst vor einer Krankheit heraus in ein asoziales Verhalten zu gehen, finde ich absolut unglaublich. Und ja, wenn man anfängt Menschen zu stigmatisieren, weil sie an einer Krankheit leiden oder von einer Krankheit bedroht sind, dann ist das asozial!

Die negativen Folgen von Corona sind das, was gerade mit unserer Gesellschaft passiert. Wir begegnen uns nur noch mit Masken. Wenn man sich im Supermarkt unterhält oder in anderen maskenpflichtigen Bereichen, kann man nur noch die Augenpartie sehen.

Ein großer Teil der Mimik des Menschen geschieht unter der Maske. Was macht das mit uns?

Meine Nachbarin erzählte mir gestern, dass zur Hochzeit einer Bekannten viele aus Angst vor Corona abgesagt haben. Einige Menschen nehmen an keinen geselligen Veranstaltungen mehr teil. Was macht das mit uns?

Meine Kinder muss ich momentan am Eingang der Schule oder des Kindergartens abgeben, ein informeller Austausch über das Wetter oder die aktuelle Situation, der sogenannte Smalltalk ist kaum noch möglich. Was macht das mit uns?

Viele Unternehmen haben auf Heimarbeit umgestellt und Kollegen und Kolleginnen begegnen sich maximal digital. Was macht das mit uns?

Ich könnte noch viele weitere soziale und gesellige Situationen aufzählen, die aktuell nicht möglich sind oder von Teilen der Bevölkerung gemieden werden. Die Folgen dieser sozialen Veränderung werden wir in einigen Jahren zu spüren bekommen.

Zu dieser sozialen Veränderung kommen die ständigen Informationen der Medien über das Virus, dass unseren Alltag bestimmt. Die Risiken und Unsicherheiten werden recht unterschiedlich kommuniziert und treffen auf verschiedene Ängste und Vorerfahrungen von Menschen.

Die Ergebnisse in der Umsetzung und im Umgang mit der Pandemie sind breit gestreut. Das IZPH hat sich mit der Kommunikation von Informationen rund um Corona beschäftigt und dargestellt wie Zahlen und Fakten verständnisvoll dargestellt werden können.

Denn die Medien vereinfachen vielleicht an einigen Stellen zu sehr und an anderen Stellen sind die Informationen so komplex, dass es zu einer größeren Verunsicherung führt. Und Unsicherheit führt zu Angst.

Corona macht Angst

Insgesamt ist wohl die schlimmste Folge des Virus die Angst, die es auslöst. Es ist wie eine Massenpanik in den Köpfen. Die Risikokompetenz jedes Einzelnen ist an dieser Stelle gefragt. Genau darum geht es hier.

Du solltest eine Kompetenz im Umgang mit dem Virus entwickeln, eine Einstellung zum Umgang: moralisch und ethisch. Denken wir zuerst an die Krankheit und die möglichen Folgen, dann machen wir all das kaputt.

Aber jetzt mal im Ernst: Wie oft denkst du beim Autofahren an einen Unfall und daran, dass du dabei sterben kannst? Fährst du deshalb auch kein Auto mehr oder gehst nicht mehr auf die Straße?

Wenn deine Angst dein Leben so sehr dominiert, dass du dich nicht mehr menschlich verhältst, dann solltest du dir dringend professionelle Hilfe suchen. Jeder Mensch braucht Gesellschaft.

Und an dieser Stelle zitiere ich wieder einen Artikel des IZPH: „… Darüber hinaus dürfen die Konsequenzen der plötzlichen physischen Isolierung von Gleichaltrigen und der Verlust fester Bezugspersonen im Kitaalltag nicht vernachlässigt werden, erhebliche Langzeitfolgen sind möglich. Quarantäne und Isolation kann ein traumatisches Erlebnis für Kinder darstellen.“

Mit Sicherheit hat Isolation, ob selbst gewählt oder angeordnet, nicht nur auf die Psyche von Kindern, sondern genauso auf die Psyche von Erwachsenen Auswirkungen. Es geht hier um eine belastende Lebenssituation.

Niemand weiß wie lange wir noch mit der Unsicherheit leben müssen, dass die Pandemie jeden Moment vor der eigenen Tür stehen kann. Psychologisch ist das ein traumatisierendes Ereignis. Diese Traumatisierung erleben gerade Millionen von Menschen, alte und junge.

Ich bleibe positiv!

Ich wünsche mir, dass wir diese Traumatisierung gemeinsam und nicht einsam durchmachen. Denn meine Lebenserfahrung hat mir gezeigt, dass es zusammen immer leichter ist.

Ich wünsche mir, dass die Angst unsere Gesellschaft nicht dominiert und wir uns auf unsere moralischen Grundsätze besinnen. Führt die Distanzierung so weit, dass wir einem Unbekannten, der auf der Straße hinfällt nicht mehr aufhelfen? Aus Angst vor einer Krankheit? Dann wird das Miteinander schwierig.

Die Gemeinschaft ist das Wichtigste, das wir Menschen haben. Füreinander da sein und miteinander durch die Krise – das macht uns stark!

Meine 3 Tipps aktiv gegen Corona zu sein sind:

  • Vertraue dem System und den Regeln.
  • Lass dich nicht von der Angst bestimmen.
  • Sei gesellig, denn du bist ein geselliges Wesen und deine Psyche braucht das!

Lass dir von dem Virus das Leben nicht vermiesen. Es ist viel zu schön.

Sei positiv!


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