Geh achtsam –

mit deiner Gesundheit um!

Dieses Thema haben wir uns mit in unser Programm gepackt, weil wir finden, dass es in aller Munde ist.

Wir leben in einer schnelllebigen Welt. Die ständige Erreichbarkeit und unsere Hochleistungsgesellschaft führen dazu, dass wir uns an das Natürlichste erinnern müssen – Achtsamkeit.

Eigentlich ist unser Körper so toll, dass er ganz genau weiß, was er braucht und entsprechende Signale geben kann. Allerdings fehlt vielen Menschen der Sinn dafür, da die Aufmerksamkeit für den Körper oft unter dem Vorwand: „Da habe ich keine Zeit für“, verloren geht.

Das fängt mit der Schulzeit an. Hier werden kleine Kinder zum Stillsitzen gezwungen, obwohl sich ihr Körper bewegen möchte. Es geht weiter mit Lebensmitteln, die Geschmacksverstärker enthalten und uns jegliches Sättigungsgefühl vergessen lassen. Und geht weiter mit den Medien, die uns stets und ständig berieseln. Und es endet mit der Berufstätigkeit in der wir ständig erreichbar sein sollen durch Mailprogramme und mobile Telefone. Ich vergesse da auch ganz oft an meinen Körper zu denken.

 

Was ist die richtige Ernährung?

Tja, diese Frage stelle ich mir sehr oft. Vor allem seitdem ich Kinder habe, taucht dieses Thema ständig auf.

Da sagt die Schule: „Wir freuen uns, wenn Sie Ihren Kindern ein gesundes Frühstück mitgeben.“

Nur, was ist denn ein gesundes Frühstück?

Es gibt so viele Ernährungstheorien, dass ich gar nicht mehr weiß, was tatsächlich gesund ist. Ich bin noch damit aufgewachsen, dass es wichtig ist, täglich Milch zu sich zu nehmen.

Wenn ich mir das Modell der Ernährungspyramide des Bundeszentrums für Ernährung ansehe: ​BFZE , dann frage ich mich schon wieder, ob das so richtig ist…

Ich bin keine Ernährungsberaterin und spreche hier auch nur über meine Meinung und Erfahrung. Aber: ich bin laktoseintolerant und mein Sohn auch. Milchprodukte mag unser Körper nicht und relativ weit oben stehen die Milchprodukte in dieser Pyramide neben ganz vielen anderen Eiweißen.

Zudem habe ich auch noch eine Zöliakie und Getreide ist so ziemlich das Schlimmste, was ich meinem Körper antun kann. Vor kurzem habe ich auch noch das Buch ​​

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gelesen und seitdem ist mein Verhältnis zu Weizen sehr distanziert. Und ich versuche meine Kinder so weit wie möglich von Weizen fern zu halten, insbesondere von Weizenvollkorn. Hier wird aber in Schule und Kindergarten vermittelt, dass  Vollkornprodukte sehr gesund sind. Und schon stecke ich in der Zwickmühle.

Schule oder Kindergarten von meinen Ernährungstheorien zu überzeugen, ist nicht mein Ziel und da würde ich mir wohl auch die Zähne ausbeißen. Ärgern tut mich aber schon, wenn es in der Schule und im Kindergarten viele Produkte mit Zucker gibt und dann von gesunder Ernährung gesprochen wird.

 

Hör auf deinen Körper!

Ich habe für mich festgestellt, dass es wichtig ist auf die Ernährung zu achten. Der Spruch: „Du bist, was du isst“, enthält ganz viel Wahrheit.

Ich habe unterschiedliche Erkrankungen über die Änderung meiner Ernährung bewältigen können. Viele Theorien über gesunde Ernährung haben mir definitiv nicht geholfen – eher im Gegenteil.

Wenn ich Vollkorn gegessen habe, ging es mir schlechter, als wenn ich Weißbrot aß. Wenn ich Milchprodukte zu mir nahm, wurde ich richtig krank.

Ich habe vor einigen Jahren ein Programm entdeckt, dass genau zu meinem Körper passt und mit dem ich mich gut fühle. Für die Ernährungsweise werden hier unterschiedliche Testungen durchgeführt und anhand der Ergebnisse bekam ich eine Liste mit Lebensmitteln, die positiv für mich sind und Lebensmitteln, die negativ sind.

Für mich ist diese Liste sehr kurz. Ich habe das Programm schon vielen Freunden empfohlen und ich habe die kürzeste Liste. Dennoch kann ich mich gut damit ernähren und vermisse nichts. Das Schöne an diesem Programm ist, dass ich mich wirklich satt essen kann.

Ich bin noch nie ein Freund von Diäten gewesen und habe vorher bisher nur Weight Watchers ausprobiert. Das war nicht mein Fall. Da hatte ich oft Hunger und der Effekt blieb aus. Ich möchte Spaß am Essen haben. Ich esse gerne. Durch das Programm von Aktiv und Gesund: Gesund aktiv  habe ich gelernt meinen Körper wahrzunehmen und achtsam zu essen.

 

Idealmaße

Gesunde Ernährung wird, meiner Meinung, nach viel zu oft mit einer schlanken Figur gleichgesetzt. Mir geht dieser Schönheitswahn oft auf den Keks.

Wieso geht es immer darum wie meine Figur aussieht?

Ich denke, dass sich Menschen, die sich ständig mit ihrer Figur und dem Essen beschäftigen oft nicht gesund ernähren. Okay, mit Sicherheit gibt es einige Menschen, die stark übergewichtig sind, die sich sehr schlecht und nur von Fast Food ernähren. Aber, genauso gibt es die Superschlanken, die sich nur von Fast Food ernähren.

Das Äußere ist total wichtig. Denn dieses bewirkt den ersten Eindruck, den jemand von mir hat. Ich habe für mich festgestellt, dass es aber darauf ankommt, wie gepflegt jemand ist. Bei einem ungepflegten dicken Menschen denke ich: „Er ernährt sich bestimmt nicht gesund.“ Und bei einem gepflegten Dicken: „Ob er wohl Probleme mit dem Stoffwechsel hat?“

Ich weiß nicht, ob man schlechte Ernährung tatsächlich den Menschen ansehen kann. Ich habe, wenn ich so etwas gedacht habe, noch nie nachgefragt. Außerdem weiß ich gar nicht, was gesunde Ernährung ist.

 

Gesund ist, was dein Körper braucht!

Die Schwierigkeit finde ich, ist nämlich die:

Gesund ist, was dein Körper braucht. Jeder Körper ist anders.

Es gibt Menschen, die können den ganzen Tag essen, sind gesund und schlank. Es gibt Menschen, die essen ein Stück Schokolade und es geht eins zu eins auf die Hüften. Sie haben ganz schnell Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System und im schlimmsten Fall noch einen Hang zu Diabetes.

Der eine verträgt keine Körner. Der nächste verträgt kein Obst und Gemüse. Und dann kommt noch der, der keine Milchprodukte verträgt. Ach ja, und Histaminintoleranz gibt es da auch noch. Die kann ich nicht mit wenigen Worten erklären, aber hier ​Histamin-Intoleranz findet ihr eine umfangreiche Kurzerläuterung.

Mich nervt es auch tierisch, wenn davon geredet wird, dass die ganzen Unverträglichkeiten etwas Modernes sind und sich Leute darüber lustig machen. Ich finde es gar nicht lustig, wenn ich Darmschmerzen habe. Ich finde es auch gar nicht lustig, deutlich mehr für Lebensmittel ausgeben zu müssen, als Menschen die es nicht haben.

Meiner Meinung nach, haben diese Unverträglichkeiten und Allergien mit dem Überfluss zu tun und damit, dass unsere Lebensmittel verfälscht werden.

Wenn wir Wurst essen, dann denken wir, dass wir Fleisch essen. Warum ist da Laktose drin? In manchem, was wir Käse aussieht, ist kein bisschen Milch drin.

Wir werden ständig von Lebensmitteln in bunten Farben und ansprechender Darreichung im Überfluss berieselt. Hunger kennen wir oft gar nicht mehr, da wir meist mehr Essen, als unser Körper braucht. Im Überfluss leben, bedeutet leider auch, nicht mehr auf den Körper zu achten.

Nur, weil wir alles bekommen, sollten wir nicht alles essen. Es ist kein Wunder, wenn unsere Körper durcheinander kommen und sich Unverträglichkeiten entwickeln, wenn wir im Überfluss leben.

 

Achtsamkeit bedeutet …

…Lebensmittel wert zu schätzen: nicht immer billig kaufen, sondern angemessen.

…nur so viel Lebensmittel zu kaufen, wie wir wirklich brauchen: es landen in jedem Haushalt in Deutschland kiloweise genießbare Lebensmittel in der Mülltonne.

dankbar für die Lebensmittel zu sein und sie nicht als selbstverständlich zu nehmen.

…nicht zu viel zu konsumieren, sondern in Maßen.

Schokolade essen!

Ich möchte dir sagen, dass du auf deinen Körper hören solltest. Nicht auf irgendwelche Theorien von Wissenschaftlern, denn eventuell sind sie nur von der Milchindustrie beeinflusst. Wenn dein Körper dir sagt, dass er etwas nicht mag, dann solltest du das beachten. Wenn dein Körper Lust auf etwas hat, dann solltest du dir das gönnen.

​Das richtige Maß ist dabei wichtig.

„Wahre Stärke besteht darin, mit bloßen Händen eine Tafel Schokolade in vier Stücke zu zerbrechen … und nur eines davon zu essen, “ meint Judith Viorst.

Manchmal kann ich das ganz gut. Es gibt auch Zeiten da kann ich das gar nicht. Da habe ich die Tafel Schokolade in wenigen Minuten eingeatmet. Dann muss ich mich wieder an meine eigene Achtsamkeit auf meinen Körper erinnern. Ich horche ich in mich hinein und frage mich, ob das gerade gut ist.

Meine Versuchsreihe zum Thema Ernährung hat sich auch damit befasst, ob ich mangelnden Schlaf durch mehr Essen – vor allem Schokolade – ausgleichen kann. Die Versuchsreihe ist leider gescheitert. Zucker hilft nicht, um sich wacher zu fühlen. Aber es hilft die ersten drei Monate mit einem Baby besser zu überstehen.

Wichtig in solchen Phasen, in denen der Zuckerkonsum höher ist, die Kleidung anzupassen. Ich finde es doof, wenn ich ständig in meinen Kleiderschrank gucke und mich ärgere, dass die Klamotten alle nicht passen. Also räume ich dann die Sachen, die gerade nicht passen, hinten in den Schrank – inklusive Waage.

Es wird wieder eine Zeit kommen, in der ich mich anders ernähre und diese Kleidung hervorholen kann. Es gibt solche Zeiten im Leben da ist die Achtsamkeit in der Ernährung anders. Wichtig ist dabei:

⇒ Fühle ich mich wohl?

⇒ Was brauche ich jetzt?

⇒ Fühlst du dich in deinem Körper wohl?

Egal, was die Waage anzeigt. Egal, welche Kleidergröße du hast.

So lange es dir gutgeht und du dich wohlfühlst, ist alles richtig wie es ist. Ich habe einen Artikel gelesen, dass manche Frauen in der Stillzeit zunehmen, da der Körper jede Kalorie abspeichert – für den Notfall. Der Körper braucht gerade so viel und braucht den Speck, da er denkt, er ist in einer Notsituation.

Dann gibt es Menschen, die brauchen keine Stillzeit, ihr Körper denkt immer, dass er alle Kalorien, die er sichern kann, in Fettpölsterchen packen muss. Dann ist das so.

Ich kenne Menschen mit Speck auf den Hüften, die sich richtig gut bewegen können. Sie sind nicht bei jeder Treppe aus der Puste, sondern super in Form. Ich denke gesund geht mit Kleidergröße 36 und mit Größe 46. Das ist eine Frage der Konstitution.

Doof ist nur die Werbung, die einem etwas anderes vormacht und die tausend Diäten, die oft dazu führen, dass sich Menschen richtig ungesund ernähren. Der Jojo-Effekt kommt dann auch noch hinzu und schwupp noch eine Größe mehr.

Wohlfühlen ist das was du daraus machst.

 

Iss dich gesund

Um gesund zu leben solltest du nicht auf Essen verzichten, sondern das richtige Essen. Ich finde den Ansatz von Dr. Riedl sehr gut: Iss dich gesund. Hier geht es nicht um den Verzicht, sondern um das richtige Maß und Verhältnis von Lebensmitteln. Ein Ansatz den ich aus dem Programm von Aktiv und Gesund kenne.

Um mich auf meinen Körper zu besinnen, hilft Fasten. Eine Zeit der Entbehrung hilft mir ein besseres Gefühl für meinen Körper zu bekommen. Ich bringe mich durch Fastenzeit immer mal wieder ins Lot. Mehr dazu findest du in unserem Artikel Intervallfasten

Ich finde auch Ernährung hat etwas mit Freiheit zu tun. Die Freiheit selbst für mich zu entscheiden, was gut ist.

Ich wünsche dir diese Freiheit und die Achtsamkeit für deinen Körper!

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